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Studie: Steuer auf Marihuana, Alkohol und Zigaretten senkt Jugendkonsum nach Legalisierung

Die empirischen Ergebnisse des Diskussionspapiers “More than Joints: Multi-Substance Use, Choice Limitations, and Policy Implications” des EPoS Economic Research Center an den Universitäten Bonn und Mannheim zeigen, dass junge Menschen Marihuana oft in Kombination mit Alkohol und Zigaretten konsumieren. Um den steigenden Konsum von Marihuana unter Jugendlichen nach der Legalisierung auszugleichen, schlägt das Papier eine kombinierte Steuererhöhung auf alle drei Substanzen vor. Die Forschung legt nahe, dass eine Erhöhung der Steuern auf Alkohol, Zigaretten und Marihuana den Konsum auf das Niveau vor der Legalisierung senken könnte.

Die Studie basiert auf Daten aus den USA, zeigt jedoch potentielle Auswirkungen auf den Konsumverhalten von Jugendlichen in anderen Ländern, insbesondere in Ländern, in denen die Legalisierung von Marihuana debattiert wird. Nevada wird als Beispiel erwähnt, da es der einzige Staat war, der die Steuern auf Alkohol nach der Legalisierung erhöht hat. Die Studie deutet darauf hin, dass eine Erhöhung der Steuern auf alle drei Substanzen möglicherweise den Konsum von Marihuana auf dem Niveau vor der Legalisierung halten könnte.

Der Bericht betont auch die Bedeutung der polizeilichen Überwachung bei Minderjährigen, um den Konsum von Marihuana, Alkohol und Zigaretten zu kontrollieren. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass der kombinierte Konsum dieser Substanzen bei Jugendlichen häufig vorkommt und dass dies bei der Regulierung von legalen Drogen berücksichtigt werden sollte.

Ein interessanter Aspekt des Diskussionspapiers ist, dass die Legalisierung von Marihuana bisher in keinem Land mit einer Änderung der Steuersätze für Alkohol und Zigaretten einhergegangen ist. Dies könnte ein wichtiger Punkt für zukünftige politische Entscheidungen sein, insbesondere in Ländern, die die Legalisierung von Marihuana in Erwägung ziehen.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse des Diskussionspapiers wichtige Erkenntnisse über die potenziellen Auswirkungen von Steuererhöhungen auf Alkohol, Zigaretten und Marihuana auf das Konsumverhalten von Jugendlichen. Die Erkenntnisse könnten in den politischen Diskussionen in verschiedenen Ländern, einschließlich Deutschland, wo der Freizeitkonsum ab dem 1. April legal sein wird, von Bedeutung sein.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Ergebnisse dieses Diskussionspapiers sich auf die USA beziehen und möglicherweise nicht direkt auf andere Länder übertragbar sind. Weitere Forschung ist erforderlich, um die potenziellen Auswirkungen von Steuererhöhungen auf verschiedene Substanzen in verschiedenen Ländern zu verstehen.

Als Ergänzung zu den Informationen aus der Pressemitteilung könnte die folgende Tabelle relevante Daten zu Marihuana-Konsum und Steuern in verschiedenen Ländern enthalten, um einen internationalen Vergleich zu ermöglichen:

Land Legalisierung von Marihuana Steuersatz für Marihuana vor und nach Legalisierung Jugendlicher Konsum von Marihuana vor und nach Legalisierung
USA Ja Vor: X%, Nach: Y% Vor: A%, Nach: B%
Deutschland Ja (ab 1. April) Vor: Z%, Nach: W% Vor: C%, Nach: D%

Die Autoren der Studie sind Michelle Sovinsky, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und Mitglied des EPoS Economic Research Center, Liana Jacobi, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Melbourne, Alessandra Allocca, Postdoktorandin an der Universität München, und Tao Sun, Doktorand an der Universität Melbourne. Die Studie wurde im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Transregio 224 EPoS durchgeführt, der sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Chancengleichheit, Regulierung von Märkten und Stabilität des Finanzsystems befasst.



Quelle: Economic Research EPoS – Universitäten Bonn und Mannheim / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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