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Stellplatzsatzung Starnberg: Streit um Neuregelung und Parkdruck

Der Starnberger Stadtrat steht vor einer hitzigen Debatte über die Stellplatzsatzung, die potenzielle Auswirkungen auf den Wohnungsbau in der Stadt haben könnte. Die Stadtverwaltung befürchtet, dass ein Projektinvestor ein Gebäude mit bis zu 18 kleinen Wohneinheiten in der Innenstadt ohne auch nur einen einzigen Stellplatz bauen könnte. Dies resultiert aus einer neuen Regelung, die besagt, dass für konventionelle Wohnungen mit einer Größe von bis zu 40 Quadratmetern kein Stellplatz mehr nachgewiesen werden muss. Dieser Beschluss wurde mit einem knappen 6:7-Beschluss des Bauausschusses getroffen, was die Wahrscheinlichkeit für das realisieren solcher Bauprojekte erheblich steigen lässt.

Die Diskussion über die Stellplatzsatzung hat in verschiedenen städtischen Gremien zu Kontroversen geführt. Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität plädierte für eine Verschärfung, während der Bauausschuss für eine Lockerung eintrat. Letztendlich wurde beschlossen, dass für konventionelle Wohngebäude ein Stellplatz bis 80 Quadratmeter Wohnfläche, zwei bis 150 und drei über 150 Quadratmeter vorgesehen sind – und keiner bis 40 Quadratmeter. Diese Entscheidung wurde jedoch von einigen Mitgliedern des Stadtrats kritisiert, da sie eine zusätzliche Belastung der Innenstadt durch abgestellte Autos befürchten.

Ein konkretes Bauvorhaben auf einem Grundstück an der Brunnangerstraße 3 hat die Aufmerksamkeit der Stadtverwaltung auf sich gezogen, da der Grundstückseigentümer eine Anfrage zur Bebauung des Geländes gestellt hat. Das kleine, alte Haus an der Brunnangerstraße 3 soll offenbar abgerissen werden, um Platz für ein Gebäude mit bis zu 18 Wohneinheiten zu schaffen, ohne dabei einen Stellplatz vorzusehen.

Die Meinungen über die Stellplatzsatzung und ihre Auswirkungen auf den Wohnungsbau in der Stadt gehen auseinander. Befürworter argumentieren, dass es einen eklatanten Bedarf an kleineren und bezahlbaren Wohnungen in Starnberg gibt, während Kritiker die Zunahme des Parkdrucks in der Innenstadt befürchten. Die Diskussion über die Stellplatzsatzung ist noch nicht endgültig abgeschlossen und wird voraussichtlich erneut geführt, sobald ein Bauantrag für die Brunnangerstraße 3 vorliegt.

Die Tabelle zeigt die Staffelung der Stellplatzanforderungen für konventionelle Wohngebäude:

Wohnfläche (in qm) Anzahl der Stellplätze
bis 40 Keine
bis 80 1
bis 150 2
über 150 3

Die Debatte um die Stellplatzsatzung und ihre Auswirkungen auf den Wohnungsbau in Starnberg wird die lokale Politik in den kommenden Monaten weiter beschäftigen.



Quelle: www.sueddeutsche.de

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Martin Schneider

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