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Chancen und Herausforderungen: Künstliche Intelligenz in der Medizin

Die Künstliche Intelligenz hält immer stärkeren Einzug in die Medizin, was durch die steigende technologische Entwicklung vorangetrieben wird. Ein innovatives Projekt am Klinikum Fichtelgebirge beschäftigt sich mit der Integration von KI in die endoskopische Diagnostik. Dr. Marco Schmidtmann, der für das Projekt zuständig ist, betont, dass technologische Entwicklungen letztlich den Patienten zugutekommen sollen. Die KI soll in der Lage sein, bei endoskopischen Untersuchungen krankhafte Gewebeveränderungen und Polypen zu erkennen und zu markieren. Diese Fähigkeiten könnten dazu beitragen, präventive Maßnahmen zu verbessern und Leben zu retten.

Allerdings ist die Technik noch nicht ausgereift, da sie unter unklaren Untersuchungsbedingungen noch Schwierigkeiten hat. Zudem müssen weitere Weiterentwicklungen vorgenommen werden, bevor die KI den Anforderungen des Medizinproduktgesetzes entspricht. Dr. Schmidtmann betont jedoch, dass der Arzt immer die letzte Entscheidung treffen sollte, und die KI ihn lediglich unterstützen soll.

Zurzeit ist die KI in der Radiologie weiter fortgeschritten und könnte dort Zeit und Arbeit für Ärzte einsparen. Diese Entwicklungen werfen jedoch auch ethische Fragen auf, und es ist entscheidend, dass Politik und Gesellschaft diese Entwicklungen kritisch hinterfragen und regulieren.

In Bezug auf den Fachkräftemangel in der Medizin könnte die KI dazu beitragen, ergänzende Berufsfelder zu etablieren. In den USA und Großbritannien gibt es bereits Arztassistenten, die Ärzte in verschiedenen medizinischen Bereichen unterstützen. Diese Entwicklung könnte auch in Deutschland Einzug halten und den Arbeitsalltag in medizinischen Einrichtungen verändern.

Das Klinikum Fichtelgebirge, als einer der größten Arbeitgeber in der Region, beschäftigt insgesamt über 1000 Mitarbeiter und spielt eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung von rund 18.000 stationären und 27.800 ambulanten Patienten jährlich.

In Anbetracht dieser Entwicklungen und Herausforderungen betont Dr. Schmidtmann die Wichtigkeit, kritisch und offen für neue Technologien zu sein, ohne dabei die menschliche Komponente in der Medizin zu vernachlässigen. Die KI soll den Ärzten und medizinischen Fachkräften helfen, ihre Arbeit zu optimieren, ohne sie zu ersetzen.



Quelle: www.onetz.de

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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