Raus auf die Straße! Deine Präsenz macht den Unterschied! Wir stehen hinter Euch!

BerlinBildungHamburgLeipzigPolitikPresseschau

Brutaler Angriff auf jüdischen Studenten der FU Berlin: Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen Uni-Präsidenten

Der brutale Angriff auf einen jüdischen Studenten der Freien Universität Berlin (FU) hat zu schweren Vorwürfen gegen Uni-Präsidenten Günter Ziegler geführt. Tsipi Lev, die Mutter des verletzten Studenten, beschuldigt die Universitätsleitung, antisemitische Handlungen von Studenten nicht angemessen zu ahnden und somit zu fördern. Der Vorfall ereignete sich in einem Berliner Ausgehviertel, wo der Student Lahav Shapira von einem 23 Jahre alten propalästinensischen deutschen Kommilitonen krankenhausreif geprügelt wurde.

Die Mutter des Opfers berichtet, dass es bereits seit Monaten antisemitische Aktionen an der FU gibt und das Präsidium unter Leitung von Ziegler diese duldet. Sie ist der Meinung, dass der Angriff auf ihren Sohn das Ergebnis dieses Nährbodens ist, der durch die fehlende Ahndung entstanden ist. Sie wirft dem FU-Präsidium und Präsident Ziegler “Überforderung” vor und sieht darin ein Beispiel für das deutsche “Systemversagen” im Kampf gegen Antisemitismus.

Die FU hat zu den Vorwürfen von Tsipi Lev bisher noch nicht Stellung bezogen.

Dieser Vorfall ist alarmierend und wirft ein schlechtes Licht auf die Universität. Die mangelnde Sicherheit und mangelnde Reaktion auf antisemitische Vorfälle könnten dazu führen, dass potenzielle Studierende und Angestellte von einer Bewerbung an der FU absehen. Dies könnte langfristig die Reputation der Universität schädigen und zu einem Rückgang der studentischen Anmeldungen führen.

Es ist wichtig, dass die Universitätsleitung angemessen auf solche Vorfälle reagiert, um ein sicheres und inklusives Umfeld für alle Studierenden und Mitarbeiter zu gewährleisten. Dieser Vorfall erinnert auch an die historische Bedeutung des Kampfes gegen Antisemitismus, da Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg große Anstrengungen unternommen hat, um solch rassistische und antisemitische Ideologien auszurotten.

In der folgenden Tabelle sind einige Fälle von Antisemitismus in deutschen Universitäten in den letzten Jahren aufgeführt, um den Kontext und die mögliche Eskalation von antisemitischen Vorfällen an deutschen Hochschulen aufzuzeigen:

Jahr Universität Vorfälle von Antisemitismus
2016 Humboldt-Universität zu Berlin antisemitische Graffiti
2018 Technische Universität Berlin antisemitische Beleidigungen
2019 Universität Hamburg Holocaust-Leugnung
2020 Universität Leipzig antisemitische Hassrede
2021 Freie Universität Berlin Angriff auf jüdischen Studenten

Es ist unerlässlich, dass solche Vorfälle ernst genommen und angemessen angegangen werden, um ein sicheres und tolerantes Hochschulumfeld zu gewährleisten.



Quelle: Mitteldeutsche Zeitung / ots

Mehr anzeigen

Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"