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Luftqualität 2023: Besorgniserregende Belastungen mit Feinstaub und Stickstoffdioxid in Deutschland

Nach neu veröffentlichten Daten des Umweltbundesamts (UBA) für das Jahr 2023 war die Belastung der Atemluft in Deutschland flächendeckend gesundheitsschädlich. Dabei wurden die Grenzwertempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an 99 Prozent aller Messstationen für Feinstaub und an drei Vierteln für Stickstoffdioxid überschritten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) schlägt nun Alarm und fordert die Bundesregierung auf, die geltenden Grenzwerte noch in diesem Jahr WHO-konform anzupassen.

Besonders betroffene Städte sind München und Essen, wo der seit 14 Jahren geltende Grenzwert für Feinstaub immer noch überschritten wird. Die DUH fordert konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Luftverschmutzung und setzt sich für eine wirksame EU-Luftqualitätsrichtlinie ein. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, kritisiert die Bundesregierung scharf und fordert sie auf, sich für saubere Luft in Deutschland und Europa einzusetzen.

Die Weltgesundheitsorganisation hat im Jahr 2021 ihre Grenzwertempfehlungen an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst und drastisch gesenkt. Laut Europäischer Umweltagentur könnten in Deutschland jährlich bis zu 28.900 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaubbelastung und 10.000 durch Luftverschmutzung mit Stickstoffdioxid vermieden werden, wenn die neuen Grenzwerte eingehalten würden. Die US-Behörden haben kürzlich den Grenzwert für besonders gesundheitsschädlichen Feinstaub von 12 auf 9 µg/m³ abgesenkt, während in Deutschland noch immer Feinstaubbelastungen von 25 µg/m³ erlaubt sind.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Luftqualitätsdaten für verschiedene Städte in Deutschland:

Stadt Feinstaubbelastung (µg/m³) Stickstoffdioxidbelastung (µg/m³)
Berlin 22 18
Hamburg 26 21
Frankfurt 30 24
Stuttgart 27 20
München 34 28

Es ist offensichtlich, dass die Luftqualität in vielen deutschen Städten besorgniserregend ist und dringende Maßnahmen erforderlich sind, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Es ist an der Zeit, dass die Bundesregierung sich ihrer Verantwortung bewusst wird und konkrete Schritte unternimmt, um die Luftverschmutzung zu reduzieren und die Gesundheit der Bürger zu schützen. Die aktuellen Daten des UBA sollten als Weckruf dienen, um umgehend wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität zu ergreifen.



Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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