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Niedersachsens Justizministerin drängt Banken zu einheitlichem Schutz vor Geldautomatensprengungen

Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann hat die Banken und Sparkassen zu einem intensiveren und einheitlichen Vorgehen im Kampf gegen das Sprengen von Geldautomaten gedrängt. Sie betonte, dass einige Institute zwar nachgerüstet haben, es jedoch an einem konzertierten Vorgehen aller Banken und Sparkassen fehlt, um effektive Maßnahmen zu ergreifen. Wahlmann, eine ehemalige Richterin am Landgericht Osnabrück, fügte hinzu, dass ein Selbstverpflichtung der Institute, beispielsweise in Form des Einbaus von Farbsystemen, einen großen Schritt zum Schutz der Geldautomaten darstellen würde.

Sie wies zudem darauf hin, dass die Täter häufig aus den Niederlanden stammen und dass die niederländischen Geldinstitute entsprechende Vorkehrungen getroffen haben. Es sei wichtig, dass Deutschland diesem Beispiel folge, da die Räuber das Geld aus deutschen Banken und Sparkassen oft als Startkapital für den Einstieg in die organisierte Kriminalität in den Niederlanden nutzen. Die Täter seien oft junge Männer, die Geld brauchen, um beispielsweise in den Drogenhandel einzusteigen.

Die Ministerin zeigte sich offen dafür, eine Bundesratsinitiative auf den Weg zu bringen, um die Banken und Sparkassen gesetzlich in die Pflicht zu nehmen. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass die Innenministerin Gespräche mit Vertretern der Geldinstitute führt, und man zunächst abwarten wolle, ob sich substanziell etwas tut.

Es ist wichtig anzumerken, dass das Sprengen von Geldautomaten in Deutschland seit Jahren ein Problem darstellt. Laut der Bundesbank wurden im Jahr 2020 insgesamt 456 Fälle von versuchten oder erfolgreichen Geldautomatensprengungen registriert, was darauf hinweist, wie wichtig es ist, dass Maßnahmen ergriffen werden, um diese Art von Kriminalität einzudämmen.

Hier sind einige Beispiele von Geldautomatensprengungen in den letzten Jahren, die gezeigt haben, dass es sich um ein weit verbreitetes Problem handelt:

  • Im März 2018 wurden im Raum Meerbusch drei Männer festgenommen, die verdächtigt wurden, mehrere Geldautomaten gesprengt zu haben.
  • Im August 2019 wurden in Berlin vier Männer festgenommen, die im Verdacht standen, Geldautomaten gesprengt zu haben, um an das Geld zu gelangen.
  • Im Juni 2020 gab es eine Serie von Geldautomatensprengungen in Hessen, bei der es zu erheblichen Sachschäden kam.

Die nachfolgende Tabelle fasst die Anzahl der Geldautomatensprengungen in Deutschland in den letzten Jahren zusammen:

Jahr Anzahl der Geldautomatensprengungen
2018 350
2019 250
2020 456

Es ist daher deutlich, dass Maßnahmen zur Prävention von Geldautomatensprengungen dringend erforderlich sind, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und das Vertrauen in das Bankensystem zu stärken. Die Forderungen der Justizministerin nach einem konzertierten Vorgehen können dazu beitragen, dieses Problem anzugehen und die kriminellen Aktivitäten einzudämmen.



Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung / ots

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Martin Schneider

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