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Elbe-ElsterGesundheit

Südbrandenburg: Klinikum Elbe-Elster schränkt Versorgung ein – Finanzkrise zwingt zu drastischen Maßnahmen

Das Klinikum Elbe-Elster mit Standorten in Herzberg, Elsterwerda und Finsterwalde kämpft mit finanziellen Problemen. Aufgrund der geringen Auslastung und des Fachkräftemangels entschied der Aufsichtsrat, die stationäre Versorgung ab Juni 2024 größtenteils in Elsterwerda und Herzberg zu konzentrieren und die Versorgung in Finsterwalde zu reduzieren. In Herzberg sollen die Abteilungen für Gynäkologie, Geburtshilfe und Pädiatrie geschlossen werden. Aufgrund des Defizits von rund neun Millionen Euro im Jahr 2023 und der unzureichenden Vergütung der Krankenhausleistungen sieht sich das Klinikum zu diesen Maßnahmen gezwungen. Der Landrat des Landkreises äußerte, dass die Sicherung des Bestands des Klinikums oberste Priorität habe, um zukünftige Reformen und Veränderungen im Gesundheitssektor zu bewältigen.

Die geplanten Umstrukturierungen des Klinikums Elbe-Elster stehen vor der Entscheidung des Kreistags. Bürgermeister zeigen Unverständnis und kämpfen gegen die Schließungen, da sie die Gesundheitsversorgung in der Region gefährdet sehen. Über 9.000 Unterschriften wurden für einen Einwohnerantrag zum Erhalt der stationären Gesundheitsversorgung in Finsterwalde gesammelt. Der Bund wird aufgefordert, Kliniken bei Transformationsprozessen zu unterstützen, und es wird betont, dass die Sicherstellung einer angemessenen Krankenhausversorgung, die einer älteren Gesellschaft gerecht wird, von großer Bedeutung sei.

Die möglichen Auswirkungen dieser Entscheidung auf die Bewohner der betroffenen Regionen sind groß. Besonders in Finsterwalde wird die Veränderung der Gesundheitsversorgung spürbar sein. Die Tabelle unten gibt einen Überblick über die aktuellen Defizite des Klinikums sowie die geplanten Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Abteilungen in den Standorten.

Standort Defizit 2023 Abteilungen, die geschlossen werden
Herzberg 9 Mio. Euro Gynäkologie, Geburtshilfe, Pädiatrie
Elsterwerda
Finsterwalde Umfassende Einschränkungen, psychiatrische Abteilung bleibt

Es bleibt abzuwarten, ob der Kreistag die geplanten Maßnahmen bestätigt oder ob es zu weiteren Diskussionen und Änderungen kommt.



Quelle: www.rbb24.de

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Martin Schneider

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