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SAP Prozessharmonisierung in der ARD und Deutschlandradio: Kostenreduzierung und Effizienz

In einer groß angelegten Initiative haben sich alle neun Landesrundfunkanstalten, die Deutsche Welle und Deutschlandradio zusammengeschlossen, um ihre Verwaltungsprozesse zu harmonisieren und dadurch Kosten zu reduzieren. Das Ziel dieses Projekts ist es, sämtliche IT-gestützten Geschäftsprozesse der Medienhäuser effizienter zu gestalten und dadurch Einsparungen in Millionenhöhe zu erzielen. Seit dem Jahreswechsel hat die Umstellung auf ein ARD-weit standardisiertes SAP-System für die Verwaltung bereits bei fünf Rundfunkanstalten stattgefunden.

Der Bayerische Rundfunk (BR), der Hessische Rundfunk (hr), Radio Bremen, sowie der Deutsche Welle (DW) sind bereits auf das neue System umgestiegen. Über 8.300 Mitarbeitende aus den fünf Sendern nutzen nun die harmonisierten Prozesse in den Bereichen Finanzen, Controlling und Beschaffung. Zusätzlich wurde im BR und hr erstmals eine Cloud-Lösung mit integriertem Online-Buchungssystem für Dienstreiseprozesse eingeführt.

Die Umstellung auf das gemeinsame IT-System ist eines der 20 Strukturprojekte, die die ARD im Rahmen ihrer Strukturreform 2018 gestartet hatte. Durch die Vereinheitlichung und Standardisierung der betriebswirtschaftlichen Geschäftsprozesse sollen effizientere und kostengünstigere Arbeitsabläufe geschaffen werden. Nach Abschluss des Projekts wird mit Einsparungen von knapp 100 Millionen Euro gerechnet, bei Investitionen von 59 Millionen Euro.

Das Informations-Verarbeitungs-Zentrum (IVZ) mit Hauptsitz in Potsdam spielt eine wichtige Rolle bei diesem Vorhaben, da es als IT-Dienstleister der Rundfunkanstalten nicht nur das neue SAP-System aufgebaut und die technische Inbetriebnahme für die elf Rundfunkanstalten sicherstellt, sondern auch künftig als zentraler SAP-Steuerer agieren wird.

Die Umstellung auf die SAP Prozessharmonisierung soll die wohl größte Verwaltungsstrukturreform in der Geschichte der ARD darstellen. Insgesamt werden knapp 200 betriebswirtschaftliche Abläufe vereinheitlicht, was die Effizienz der Rundfunkanstalten in Bezug auf ihre Programminhalte und regionale Vielfalt unterstützen soll. Ein weiterer positiver Effekt des Projekts ist, dass viele interne Prozesse nun papierlos erfolgen können.

Die nächste Produktivsetzung steht am 01.01.2025 bevor, bei der die restlichen sechs Rundfunkanstalten, darunter das Deutschlandradio und der Norddeutsche Rundfunk, umgestellt werden. Der Beitrag zur digitalen Transformation und die Modernisierung der Verwaltung werden weiterhin als wichtiger Schritt für die öffentlich-rechtlichen Anstalten angesehen.



Quelle: ARD Presse / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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