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Deichmann-Gruppe trennt sich von Onygo und MyShoes

Die Deichmann-Gruppe plant die Einstellung ihres Geschäftsbetriebs für die Mode- und Schuhmarke Onygo bis spätestens 31. August 2024. Die Marke, die bundesweit 28 Filialen betreibt, richtet sich hauptsächlich an jüngere Zielgruppen und wird trotz Investitionen und Optimierungsversuchen als nicht langfristig wirtschaftlich tragfähig angesehen. Dies führt zur Schließung der beiden Filialen in Hamburg und der Entlassung von 280 Mitarbeitern. Die Deichmann-Gruppe plant auch, ihre Marke MyShoes bis spätestens 31. Dezember 2024 zu schließen und 750 Mitarbeitern die Entlassung anzubieten.

Die Entscheidung der Deichmann-Gruppe, sich von den Marken Onygo und MyShoes zu trennen, ist ein weiterer Schlag für den Einzelhandel, der bereits mit wirtschaftlichen Herausforderungen wie steigenden Materialkosten, Inflation und Energiekrise konfrontiert ist. Die Insolvenz von Unternehmen wie Görtz und der Signa-Gruppe hat gezeigt, dass dieser Sektor in Hamburg und darüber hinaus unter Druck gerät.

Die Schließung der Onygo-Filialen in Hamburg wird auch lokal Auswirkungen haben, da es sich um Orte handelt, die für junge Käufergruppen attraktiv sind. Die Entlassung von 280 Mitarbeitern wird nicht nur die betroffenen Angestellten, sondern auch deren Familien und das lokale Wirtschaftsgefüge belasten. Die Schließung der MyShoes-Marke, die zwar in Hamburg nicht vertreten ist, wirft ebenfalls ein Schlaglicht auf die Herausforderungen im Einzelhandel.

Die Deichmann-Gruppe ist bemüht, eine faire und sozialverträgliche Lösung für die betroffenen Mitarbeiter zu finden. Dies ist angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist, eine Herausforderung. Die Entscheidung, defizitäre Geschäftsmodelle einzustellen, ist Teil der unternehmerischen Verantwortung gegenüber der Gesamtbelegschaft.

Insgesamt verdeutlicht die Schließung von Onygo und MyShoes, wie sehr der Einzelhandel unter den wirtschaftlichen Belastungen leidet, und wirft Fragen nach der Zukunft dieses Sektors auf. Die Auswirkungen werden nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch in Hamburg spürbar sein.

Wenn man die Tabelle unten betrachtet, kann man sehen, dass die Zahl der Filialen von Onygo und MyShoes, die von der Schließung betroffen sind, einen erheblichen Anteil an den Gesamtstandorten der Deichmann-Gruppe ausmacht. Dies verdeutlicht das Ausmaß der Entscheidung und ihre potenziellen Auswirkungen.

Tabelle:

Marke Anzahl der Filialen in Deutschland Anzahl der Filialen in Österreich Anzahl der betroffenen Mitarbeiter
Onygo 28 280
MyShoes 61 29 750

Die Entscheidung der Deichmann-Gruppe ist ein weiteres Indiz für die wirtschaftlichen Herausforderungen, denen der Einzelhandel gegenübersteht. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Maßnahmen auf politischer und unternehmerischer Ebene ergriffen werden können, um diesen Sektor zu unterstützen und Arbeitsplätze zu erhalten.



Quelle: www.mopo.de

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Julia Weber

Julia Weber ist eine renommierte Redakteurin und Journalistin, die seit über zwanzig Jahren in Hamburg lebt und arbeitet. Sie hat Journalistik an der Universität Hamburg studiert und in verschiedenen angesehenen Medienhäusern gearbeitet. Als Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband hat Julia mehrere Auszeichnungen für ihre hervorragende Berichterstattung und investigative Arbeit erhalten. Ihre tiefe Kenntnis von Hamburg und seiner komplexen sozio-politischen Landschaft macht sie zu einer der führenden Stimmen in der Hamburger Medienwelt. In ihrer Freizeit ist Julia eine passionierte Seglerin und engagiert sich in verschiedenen lokalen gemeinnützigen Organisationen, was ihre tiefe Verbundenheit mit der Hansestadt unterstreicht.

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