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Chemie-Tarifverhandlungen in Hessen 2024: Arbeitgeber lehnen 6-7 Prozent Forderung ab

Gestern Abend hat die hessische Tarifkommission der Chemie-Arbeitgeber die Forderungsempfehlung des IGBCE-Hauptvorstandes diskutiert. Diese sieht neben einer Erhöhung der Entgelte in der Spanne von 6 bis 7 Prozent, tarifliche Vorteile für Gewerkschaftsmitglieder und eine Modernisierung des Bundesentgelttarifvertrages (BETV) vor. Die endgültige Forderung wird die IGBCE am 10. April 2024 beschließen. Am 19. April 2024 beginnen dann die Tarifverhandlungen für die hessische Chemie- und Pharma-Industrie in Niedernhausen.

Die wirtschaftliche Lage in vielen Betrieben ist äußerst angespannt. Die Produktion ist 2022 um 5 Prozent gesunken, 2023 um weitere 7 Prozent geschrumpft. Derzeit gibt es leider keine Anzeichen für eine Erholung. Trotz dieser schwierigen Lage haben die Chemie-Arbeitgeber zum 1. Januar 2024 bereits eine Erhöhung der Tarifentgelte um 3,25 Prozent umgesetzt. Zusätzlich erhielten die Beschäftigten im Januar ein tarifliches Inflationsgeld von 1.500 Euro, brutto für netto.

Die Chemiebranche befindet sich derzeit in einer doppelten Krise und muss sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Herausforderungen meistern. Angesichts dieser Tatsache ist es unumgänglich, den Fokus auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zu legen. Die Arbeitgeber betonen, dass die heute praktizierte Sozialpartnerschaft in der Chemie die effizienteste und für beide Seiten vorteilhafteste Form des Umgangs zwischen den Tarifparteien ist.

Die Arbeitgeber sind davon überzeugt, dass eine krisengerechte Tarifpolitik dazu beitragen wird, die enormen Herausforderungen zu meistern und die Zukunft der Chemiebranche nachhaltig zu gestalten.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die prognostizierten Entwicklungen in der hessischen Chemie- und Pharma-Industrie:

Entwicklungen Prognosen
Produktion 2022 -5%
Produktion 2023 -7%
Erhöhung Tarifentgelte 1/2024 3,25%
Tarifliches Inflationsgeld 1/2024 1.500 Euro
Entgelterhöhung 2024 (prognostiziert) 6-7%

Der letzte Punkt verdeutlicht die Forderung der Gewerkschaft in den anstehenden Tarifverhandlungen.

Die Chemiebranche in Hessen ist ein bedeutender Wirtschaftszweig und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Die Entwicklungen in der Tarifpolitik haben direkte Auswirkungen auf die Beschäftigten und die wirtschaftliche Stabilität der Branche. Es wird sich zeigen, inwiefern die Tarifverhandlungen die Zukunft der Chemiebranche in Hessen prägen werden.



Quelle: Arbeitgeberverband HessenChemie / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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