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Fulda

Imam der Ahmadiyya-Gemeinde in Fulda zur Hamas und Israel

Die Eskalation im Nahost-Konflikt hat globale Auswirkungen und beeinflusst auch die lokale Gemeinschaft in Fulda. In einer Pressemitteilung der Fuldaer Zeitung berichtet Daniela Petersen über die Perspektiven von Imam Ijaz Janjua und Volker Qasir von der Fuldaer Ahmadiyya-Gemeinde zum Konflikt. Die beiden diskutieren ihre Standpunkte bei einem Besuch der Bait-ul-Hameed Moschee in Fulda.

Imam Ijaz Janjua, 28 Jahre alt und von pakistanischer Herkunft, betont die Unislamigkeit der Aktionen der Hamas im Nahost-Konflikt. Er bezieht sich auf den Koran, der das Töten unschuldiger Menschen verurteilt. Janjua verdeutlicht, dass für die Ahmadiyya-Gemeinde jedes Menschenleben, egal welcher Religion, gleich viel wert ist. Die Gemeinde versteht sich als Reformgemeinde und unterscheidet sich in ihren Ansichten teilweise von anderen islamischen Gruppierungen in Fulda.

Volker Qasir betont ebenso die differenzierte Perspektive der Ahmadiyya-Gemeinde zum Nahost-Konflikt. Er kritisiert die Extrempositionen von Israel und der Hamas, die beide ihre Bevölkerung als Geisel benutzen, um ihre Ziele durchzusetzen.

Der Konflikt im Nahen Osten beschäftigt auch die Fuldaer Bürgerinnen und Bürger, wie jüngst bei gegensätzlichen Kundgebungen in der Innenstadt zu beobachten war. Trotz der globalen Dimension des Konflikts zeigt sich, dass die lokalen Gemeinschaften in Fulda durch ihre vielfältigen Perspektiven und Dialoge eine differenzierte und reflektierte Sicht auf die Konfliktsituation haben.

Für eine genauere Übersicht der islamischen Gemeinden und Strömungen in Fulda, listet die folgende Tabelle die verschiedenen Gruppierungen und Ansichten auf:

Islamische Gemeinde Ansichten
Ahmadiyya-Gemeinde Reformorientiert, wertkonservativ, liberal
Ditip-Moschee
Sunnah-Moschee Salafistische Ansichten, Verfassungsschutzbeobachtet

Die Ahmadiyya-Gemeinde stellt somit eine wichtige Stimme in der lokalen muslimischen Community dar, die aufgrund ihrer Positionierung zu einem differenzierten und kritischen Diskurs über den Nahost-Konflikt beitragen kann.



Quelle: www.fuldaerzeitung.de

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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