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Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg: Aufarbeitung von sexualisierter und spiritualisierter Gewalt – Ein Aufruf zur Beteiligung

In einer aktuellen Pressemitteilung hat die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) einen umfassenden Aufarbeitungsprozess von sexualisierter und spiritualisierter Gewalt in ihrer Organisation angekündigt. Hierbei werden alle Betroffenen und Zeitzeugen zur aktiven Beteiligung aufgerufen. Ein renommiertes Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Maschke von der Philipps-Universität Marburg und Prof. Dr. Ludwig Stecher von der Justus-Liebig Universität Gießen wurde beauftragt, diese Formen von Gewalt in den Reihen der DPSG zu analysieren und Maßnahmen zur Prävention und für ein sichereres Umfeld für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Dieser Prozess soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein, und die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht. Betroffene, ehemalige und aktuelle Mitglieder, die von sexualisierter oder spiritualisierter Gewalt betroffen waren, werden eingeladen, sich am Forschungsprojekt zu beteiligen.

Die DPSG ist mit 80.000 aktiven Mitgliedern der größte Verband von Pfadfinderinnen und Pfadfindern in Deutschland.

In der Tabelle unten sind einige Fakten zur DPSG aufgeführt, die verdeutlichen, wie bedeutsam diese Organisation ist:

Fakten zur DPSG
Anzahl der aktiven Mitglieder 80.000
Anzahl der Stämme 1.400
Mitgliedschaft im rdp Ja, zusammen mit vier weiteren Verbänden (BdP, PSG, VCP, BMPPD)
Leitbild und Ziele Persönlichkeitsentwicklung, spirituelle, geistige und körperliche Fähigkeiten fördern, Verantwortungsbewusstsein schärfen
Wertekanons Pfadfinderische, gesellschaftliche und christliche Werte
Ziel Unterstützung junger Menschen in ihrer Entwicklung, Friedenspfadfinder

Dieser Aufarbeitungsprozess ist ein wichtiger Schritt für die DPSG, um vergangenes Fehlverhalten aufzuarbeiten und ein sicheres Umfeld für junge Mitglieder zu schaffen. Die Transparenz und Offenheit, die der Verband in diesem Kontext anstrebt, sind entscheidend, um langfristig einen konsequenten Schutz für alle Mitglieder zu gewährleisten. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Organisation diese Maßnahmen ergreift, um die Verantwortung für vergangene Ereignisse zu übernehmen und sich für die Zukunft zu verbessern.

Es ist zu hoffen, dass dieser Prozess sowohl den Betroffenen als auch der gesamten Organisation dabei helfen wird, die notwendigen Schritte zur Heilung und Prävention zu unternehmen. Ebenso ist anzuerkennen, dass die Ergebnisse des Forschungsprojekts öffentlich zugänglich gemacht werden, was eine wichtige Form der Rechenschaftspflicht und Transparenz darstellt.

Die DPSG lädt alle Betroffenen ein, sich am Forschungsprojekt zu beteiligen, sei es durch direkten Kontakt mit dem Forschungsteam oder anonym über die bereitgestellte Onlineplattform. Dies ist ein wichtiger Schritt, um den Betroffenen Raum für ihre Erfahrungen zu geben und ihnen eine aktive Rolle in diesem Prozess zu ermöglichen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts dazu beitragen, positive Veränderungen innerhalb der DPSG zu bewirken und ein sichereres Umfeld für alle jungen Mitglieder zu schaffen.



Quelle: Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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