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Innovative Zukunft: Deutsche Wissenschaftssystem fordert strategische Veränderungen

Neue Wege für die deutsche Wissenschaft: Mehr unternehmerisches Denken gefordert

Vertreter der VolkswagenStiftung und des Stifterverbands haben kürzlich gemeinsam einen Aufruf zur Stärkung der Innovationsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems veröffentlicht. Sie betonen die Notwendigkeit, dass Politik und Wissenschaft zusammenarbeiten müssen, um das Wissenschaftssystem in Deutschland zukunftsfähig und wettbewerbsfähig zu gestalten. Laut den Generalsekretären der Stiftungen wurde Deutschland als Vorreiter in Forschung und Innovation von andere Ländern überholt und stehe international nicht mehr so stark da wie früher.

Unkonventionelle Finanzierungsmodelle sind gefragt

Die Stiftungsvertreter setzen sich für eine stärkere Orientierung an unternehmerischen Prinzipien ein, um Innovationen voranzutreiben. Dazu gehören auch unkonventionelle Finanzierungsmodelle in öffentlich-privater Partnerschaft, die mehr Investitionen in die Forschungsinfrastruktur ermöglichen sollen. Insbesondere die Sicherheits- und Verteidigungsforschung sind Themen, die nach Ansicht der Autoren nicht tabuisiert, sondern aktiv vorangetrieben werden sollten.

Die Autoren des Papiers plädieren dafür, dass die Hochschulleitungen strategischer denken und bewusste Schwerpunkte setzen müssen, die sich auch in der Finanzierung widerspiegeln. Dies erfordert ein Umdenken und eine verstärkte Einbeziehung von Wissen aus anderen Sektoren, um die Forschungslandschaft in Deutschland breiter aufzustellen.

Freie Forschung und Innovation: Herausforderungen für die Zukunft

Das gemeinsame Papier von VolkswagenStiftung und Stifterverband wirft wichtige Fragen zur Zukunft der freien Forschung auf. Es wird betont, dass ein disruptiver Wandel nur erreicht werden kann, wenn verschiedene Maßnahmen gebündelt und ineinander greifend umgesetzt werden. Die Diskussion über den Wert der freien Forschung und die Rolle von externen Einflüssen bleibt dabei ein zentraler Punkt.

Obwohl die vorgeschlagenen Maßnahmen im Papier keine Neuheit darstellen, betonen die Generalsekretäre die Bedeutung eines koordinierten und ganzheitlichen Ansatzes, um einen nachhaltigen Wandel in der deutschen Wissenschaftslandschaft zu initiieren. Die Umsetzung der Vorschläge bleibt dabei jedoch noch offen und erfordert eine breite Diskussion innerhalb der beteiligten Kreise.

NAG

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