Hubert Grothues, der über zwei Jahrzehnte hinweg als Kreisbaudirektor im Kreis Borken tätig war, wurde heute in einer Sitzung des Borkener Kreistages offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Landrat Dr. Kai Zwicker würdigte in seiner Ansprache die engagierte und erfolgreiche Arbeit von Grothues, der nicht nur für technische Facheinheiten verantwortlich war, sondern auch für zahlreiche bedeutende Projekte im Kreis.
Während seiner Amtszeit leitete Grothues verschiedene Fachbereiche, darunter „Bauen, Wohnen und Immissionsschutz“, „Geoinformation und Liegenschaftskataster“, „Natur und Umwelt“ sowie den „Betrieb für Straßen, Gebäudewirtschaft und Grünflächen“. Unter seiner Führung wurde die Immissionsschutzbehörde im Jahr 2008 in das Kreisbauamt integriert, was dem Kreis Borken einen besonderen Status als größte kommunale Untere Immissionsschutzbehörde in Nordrhein-Westfalen (NRW) sicherte. Grothues war maßgeblich an der Schaffung von Lösungen zur Optimierung des Bauwesens und der Verwaltung beteiligt.
Nachfolge und zukünftige Herausforderungen
Nach Grothues’ Rücktritt wird Benedikt Spieker, ein gebürtiger Bocholter, seine Nachfolge antreten. Spieker, der am 1. März 2025 sein neues Amt als Technischer Dezernent antreten wird, ist 38 Jahre alt und hat bereits bedeutende Erfahrungen in der Bauverwaltung gesammelt. Vor seinem Wechsel zum Kreis Borken war er seit 2022 Leiter des Fachbereichs Wasserstraßen beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Duisburg. Seine vorherigen Positionen umfassten die Leitung des Bauhofs in Herne und die Verantwortung für den Betrieb und die Unterhaltung der Bundeswasserstraßen.
Der Landrat äußerte seine Hoffnung auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem neuen Dezernenten. Grothues hatte in seiner Amtszeit zahlreiche Projekte initiiert, die von der Sanierung des Berufskollegs Bocholt-West über die Erweiterung des Borkener Kreishauses bis hin zum Neubau der Hans-Christian-Andersen-Schule in Ahaus reichten. Auch die Schaffung von 62 km neuen Radwegen fällt in seinen Tätigkeitsbereich.
Ein Vermächtnis im Klimaschutz
Von zentraler Bedeutung in Grothues‘ Karriere war auch sein Engagement für den Klimaschutz. Er stellte 2009 eines der ersten „Klimaschutzkonzepte“ auf Kreisebene auf und begleitete das Strukturförderprogramm „Regionale 2016“ mit dem Titel „ZukunftsLAND“. Im Jahr 2014 wurde die Kreisverwaltung mit dem „European Energy Award“ für ihre effiziente Energiebewirtschaftung ausgezeichnet. Diese Initiativen sind Teil der breiteren Bemühungen, die deutschen Kommunen bei der Erreichung der nationalen Klimaschutzziele zu unterstützen. In diesem Kontext hat der Praxisleitfaden „Klimaschutz in Kommunen“ von Bedeutung, der zahlreiche kommunale Akteure inspiriert und ihnen Hilfestellung bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bietet, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Rund 11.000 deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Mit dem Abschied von Hubert Grothues endet eine prägende Ära für den Kreis Borken. Er hinterlässt eine solide Grundlage für zukünftige Entwicklungsprojekte und eine klare Richtung für den Klimaschutz in der Region.
Für detailliertere Informationen über Hubert Grothues und seine Leistungen im Kreis Borken verweisen wir auf die Berichterstattung von Made in Bocholt, sowie die ergänzenden Informationen von Presse Service und den Kontext aus Difu.