Raus auf die Straße! Deine Präsenz macht den Unterschied! Wir stehen hinter Euch!

Paderborn

Evangelische Kitas im Kreis Paderborn bleiben in kirchlicher Trägerschaft

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn hat beschlossen, dass die 16 Kindertageseinrichtungen im Hochstift, acht im Kreis Paderborn und acht im Kreis Höxter vorerst in evangelischer Trägerschaft bleiben. Das Kirchenkreis hat ein Spar- und Investitionspaket verabschiedet, um das aktuelle Defizit von etwa 880.000 Euro auszugleichen und gleichzeitig zukunftsfähige Veränderungen in der kirchlichen Arbeit zu ermöglichen. Der Superintendent Volker Neuhoff wurde in seiner Funktion bestätigt und wird das Amt des Superintendenten für weitere vier Jahre ausüben.

Es wurde über vier vorgeschlagene Spar- und Investitionspakete im Rahmen des Zukunftsprozesses des Kirchenkreises beraten, wobei auch die Zukunft der Kindertageseinrichtungen und der Häuser der offenen Tür (HoT) in evangelischer Trägerschaft diskutiert wurde. Nach stundenlanger Diskussion wurde schließlich mit knapper Mehrheit für den Vorschlag des Kreissynodalvorstandes gestimmt, gefolgt von einem Kompromiss, den eine deutliche Mehrheit der Synodalen unterstützte.

Das Ziel des Kirchenkreises ist es, die Finanzierung der 16 Kindertageseinrichtungen im Rahmen von mindestens einer Million Euro bis zu 10 Prozent der jährlichen Kirchensteuereinnahmen bis 2026 aufrechtzuerhalten. Um Defizite auszugleichen, werden die Rücklagen des Kita-Bereichs eingesetzt, was die drohende Abgabe der Trägerschaft von sechs bis sieben evangelischen Kitas vorerst abwenden konnte.

Der Beschluss beinhaltet auch die Finanzierung der HoTs in evangelischer Trägerschaft, wobei einige HoT-Standorte im Haushaltsjahr 2024 zu 25 Prozent ihres Haushaltsvolumens von der Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises mitfinanziert werden.

Des Weiteren werden die Diakonie Paderborn-Höxter und die Stelle der Erwachsenenbildung finanziell unterstützt. Es sollen außerdem 75.000 Euro im Bereich „Superintendentur und synodale Dienste“ eingespart werden, während weitere Investitionen für eine neue halbe Stelle im Jugendreferat und einen Innovationsfonds mit einem Sperrvermerk versehen sind, der an eine Konzepterstellung gebunden ist.

Die Evangelische Kirche von Westfalen erwartet im Haushaltsjahr 2023 Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 520 Millionen Euro und plant für 2024 mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 548 Millionen Euro. Für den Kirchenkreis Paderborn werden 2023 Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 11,65 Millionen Euro erwartet und 11,67 Millionen Euro im Jahr 2024. Trotz dieser Einnahmen betonte der Vorsitzende des Finanzausschusses, dass es keine Entspannung gebe, da allgemeine Kostenerhöhungen und gestiegene Personalkosten berücksichtigt werden müssen. Die Synodalen haben die Haushalte für 2024 beschlossen, wobei eine Rücklagenentnahme von 248.000 Euro notwendig ist.



Quelle: www.nw.de

Mehr anzeigen

Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"