Erding

Wartenberg: Ausbau der Barrierefreiheit im Fokus – Maßnahmen und Projekte vorgestellt

Tempo 20 am Marktplatz – Zukunft der Mobilität in Wartenberg

Die Gemeinde Wartenberg plant umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit und Mobilität in der Region. Nach einer umfassenden Analyse durch die Architektinnen Kathrin Hess und Stefanie Schleich wurden vier Fokuspunkte für die Entwicklung identifiziert: die Zugänglichkeit des Seniorenzentrums, die Umgestaltung des Marktplatzes, die Verbesserung des Kirchenumfelds und die Neugestaltung der Kreuzung Sonnenhof/Badstraße. Ziel ist es, Schritt für Schritt eine barrierefreiere und flexiblere Infrastruktur zu schaffen, die allen Bürgern zugutekommt.

Barrierefreiheit als zentrales Thema

Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs mit Tempo 20 am Marktplatz und den angrenzenden Straßen. Die Einführung dieser Maßnahme soll nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch die Inklusion und Aufenthaltsqualität verbessern. Diskussionen über eine mögliche autofreie Zone auf dem oberen Marktplatz stoßen auf geteilte Meinungen im Gemeinderat. Der Bürgermeister betonte die Notwendigkeit, Arbeitskreise zu bilden und die Anwohner aktiv in den Prozess einzubeziehen.

Ein weiteres Schlüsselprojekt ist die Neugestaltung der Kreuzung Strogenstraße/Badstraße im Bereich Sonnenhof, die insbesondere Sehbehinderten eine verbesserte Querung ermöglichen soll. Hierbei wird die Einrichtung einer Mittelinsel mit taktilen Orientierungshilfen vorgeschlagen. Die Architektinnen planen zudem eine Feinuntersuchung des Kreuzungsbereichs, um geeignete Lösungen zu finden.

Weitere Verbesserungen sind unter anderem an der Bahnhofsgegend geplant, wo eine barrierefreie Bushaltestelle entstehen soll. Trotz finanzieller Einschränkungen wird angestrebt, den öffentlichen Raum zugänglicher und sicherer zu gestalten.

Ausblick und Bürgerbeteiligung

Die Entscheidungen zur Umsetzung der Maßnahmen sollen im Herbst getroffen werden, um 2025 mit den Priorisierungen des Barriereabbaus zu beginnen. Ein breites Spektrum an Wünschen und Anregungen der Bürger, darunter mehr Grünflächen, Sitzbänke und altersgerechtes Wohnen, sollen dabei berücksichtigt werden. Die kontinuierliche Einbindung der Bürger und Anlieger ist ein zentraler Bestandteil des Planungsprozesses.

Insgesamt zeigen die aktuellen Entwicklungen in Wartenberg eine klare Ausrichtung auf mehr Barrierefreiheit, Mobilität und Lebensqualität für alle Bürger. Durch gezielte Maßnahmen und eine aktive Einbindung der Gemeinschaft soll eine positive Veränderung im städtischen Umfeld erreicht werden.

NAG

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