Fulda

Gemeinsames Gewerbegebiet: Zukunft Fulda, Petersberg, Künzell & Eichenzell

Neue Perspektive: Interkommunale Entwicklung von Gewerbegebieten

Die interkommunale Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Gewerbegebieten zwischen den Städten Fulda, Petersberg, Künzell und Eichenzell steht im Fokus einer Neuausrichtung. Seit der ersten Vereinbarung 2010 ist es bisher nur Eichenzell gelungen, Flächen zu entwickeln und Einnahmen in Höhe von zwei Millionen Euro zu generieren. Nun, mit dem Auslaufen der bestehenden Vereinbarung und einer neuen Absichtserklärung, soll frischer Wind in das Projekt kommen.

Strategische Neuausrichtung für die Wiederbelebung des Gewerbegebiets

Die beteiligten Kommunen haben sich in einer Absichtserklärung dazu verpflichtet, neue Flächen einzubringen und zugleich auf gegenseitige Zahlungsansprüche zu verzichten. Das Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit und Entwicklung des Gewerbegebiets wird durch diesen Schritt unterstrichen. Besonders bemerkenswert ist, dass die Stadt Fulda erstmals dazu bereit ist, Flächen einzubringen, obwohl dies zuvor nicht verpflichtend war. Zudem sollen weitere Kommunen die Möglichkeit erhalten, sich dem Projekt anzuschließen und von den Vorteilen einer interkommunalen Zusammenarbeit zu profitieren.

Transformation des bisherigen Ansatzes

Der ursprüngliche Gedanke, Kosten und Erlöse für die Entwicklung des Gewerbegebiets zu teilen, weicht einer neuen Regelung. Jede Kommune soll nun die Kosten für den Ankauf und die Erschließung von Flächen selbst tragen, behält jedoch die gesamten Erlöse. Im Falle verfügbarer Flächen wird über Verteilungsschlüssel gesprochen, um eine gerechte Aufteilung zu gewährleisten.

Die Stadt Fulda hat bereits einstimmig zugestimmt, während in Eichenzell und Künzell sowie in Petersberg noch über den Beschluss abgestimmt wird. Die langjährige Geschichte des Gewerbegebiets begann vor mehr als einem Jahrzehnt mit dem Ziel, gemeinsam Gewerbeflächen zu entwickeln und große Unternehmen anzusiedeln. Trotz des geringen Fortschritts seit der Unterzeichnung des Vertrags sollen nun die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Projekts gestellt werden.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Um das Projekt zu retten und die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken, haben die vier Stadt-Kommunen beschlossen, auf Zahlungsansprüche zu verzichten. Dieser Schritt war nach jahrelangen Diskussionen ein wichtiger Meilenstein. Die neue Regelung soll Ende des Jahres in Kraft treten, nachdem sie von den Parlamenten genehmigt wurde.

Die Entwicklung von Gewerbegebieten im interkommunalen Kontext wird somit neu ausgerichtet und zeigt, dass durch eine gemeinsame strategische Ausrichtung langfristige Vorteile für alle Beteiligten entstehen können.

NAG

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