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12.000 Mädchen täglich von Genitalverstümmelung bedroht: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung warnt vor steigender Gefahr

Die Pressemitteilung informiert darüber, dass weltweit fast 4,4 Millionen Mädchen im Jahr 2024 von Genitalverstümmelung bedroht sind, was einer durchschnittlichen Gefährdung von mehr als 12.000 Mädchen pro Tag entspricht. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) warnt vor den schwerwiegenden gesundheitlichen und psychischen Folgen dieser Praxis und fordert eine verstärkte Bekämpfung. Es wird betont, dass obwohl die Genitalverstümmelung in den meisten Ländern gesetzlich verboten ist, sie immer noch weit verbreitet ist und in vielen Regionen praktiziert wird.

In Kenia beispielsweise ist die Anzahl der Frauen und Mädchen, die Genitalverstümmelungen erleiden mussten, in den letzten Jahren gesunken, aber die betroffenen Mädchen werden immer jünger. Zudem wird die Praxis zunehmend von medizinischem Fachpersonal durchgeführt, was die Wirksamkeit der gesetzlichen Verbote in Frage stellt. Die DSW betont die Notwendigkeit von Aufklärung und Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Sektoren im Kampf gegen die Genitalverstümmelung.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine internationale Entwicklungsorganisation, die sich für eine zukunftsfähige Bevölkerungsentwicklung einsetzt und junge Menschen dabei unterstützt, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Die Organisation betreibt in Ostafrika intensive Aufklärungsarbeit und engagiert sich für die Umsetzung von Gesetzen zur Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung.

In Anbetracht der alarmierenden Zahlen und der weitreichenden Auswirkungen der weiblichen Genitalverstümmelung ist es entscheidend, dass verstärkte Maßnahmen ergriffen werden, um diese schädliche Praxis zu beenden.

Tabelle: Statistiken zur weiblichen Genitalverstümmelung

Land Anzahl betroffener Frauen und Mädchen Durchschnittsalter der Betroffenen Prävalenzrate
Kenia 15% 9 Jahre Sinkend
Äthiopien Daten nicht verfügbar Daten nicht verfügbar Steigend

Historische Fakten zur weiblichen Genitalverstümmelung

  • Die weibliche Genitalverstümmelung ist in vielen afrikanischen und einigen asiatischen Ländern seit Jahrhunderten eine weit verbreitete Praxis
  • Die Internationale Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1979 bezeichnet die weibliche Genitalverstümmelung als Verstoß gegen die Menschenrechte

Die beklemmenden Zahlen und Fakten zu weiblicher Genitalverstümmelung zeigen, dass diese Praxis trotz gesetzlicher Verbote und zurückgehender Prävalenzraten in einigen Ländern immer noch eine ernsthafte Bedrohung für Millionen von Mädchen weltweit darstellt. Die Notwendigkeit von Aufklärung, gesellschaftlichem Engagement und verstärkter Bekämpfung auf internationaler Ebene ist dringlicher denn je.



Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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