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Female Genital Mutilation: SOS-Kinderdörfer kämpfen gegen grausamen Brauch

Die genitale Beschneidung von Mädchen und Frauen ist eine grausame Praxis, die weltweit in mindestens 92 Ländern praktiziert wird. Trotz des Verbots in 51 Ländern fehlt es noch an legalen Richtlinien in weiteren 41 Staaten. Dabei handelt es sich um eine klare Verletzung der Kinderrechte. Aktuellen Schätzungen zufolge sind bereits rund 200 Millionen Mädchen und Frauen weltweit beschnitten worden, und weitere 70 Millionen sind gefährdet, Opfer dieses brutalen Eingriffs zu werden. Besonders in Afrika, Asien und dem Mittleren Osten ist die weibliche Beschneidung verbreitet, wobei Somalia mit einer FGM-Rate von 98 Prozent an der Spitze steht.

Die SOS-Kinderdörfer und andere NGOs setzen sich aktiv für die Beseitigung von FGM ein, insbesondere in Afrika, wo sich die Organisationen für mehr als 50.000 afrikanische Kinder in Not einsetzen. Trotz des Verbots der weiblichen Beschneidung im äthiopischen Strafgesetzbuch aus dem Jahr 2004 sind laut offiziellen Zahlen immer noch zwei von drei Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren in Äthiopien beschnitten. Die SOS-Kinderdörfer arbeiten eng mit dem äthiopischen Ministerium für Frauen- und Kinderrechte zusammen, um die Praxis zu beenden, und konnten dabei bereits einige Mädchen und Frauen vor der Beschneidung schützen.

In Ländern wie Gambia, Guinea-Bissau, Kenia und Somalia führen die SOS-Kinderdörfer ebenfalls Programme gegen weibliche Genitalverstümmelung durch. Diese Programme konzentrieren sich auf gezielte Aufklärungsarbeit, die Stärkung von Mädchen und Frauen sowie Hilfe zur Selbsthilfe, um sicherzustellen, dass sie ihre Rechte kennen und geschlechtsspezifische Gewalt reduziert wird.

Das Ziel der SOS-Kinderdörfer und anderer NGOs ist es, die grausame Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung zu beenden und dafür zu sorgen, dass kein einziges Kind mehr leiden muss. Sie fordern ein weltweites Verbot von FGM sowie harte Gesetze und Strafen, um diese grausame Praxis zu stoppen. Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft zusammenarbeitet, um die weibliche Genitalverstümmelung weltweit zu beenden.

  • Tabelle mit den FGM-Raten in ausgewählten Ländern
Land FGM-Rate (in %)
Somalia 98
Äthiopien 65
Gambia 56
Guinea-Bissau 50
Kenia 21

Die Tabellendaten verdeutlichen die verschiedenen FGM-Raten in ausgewählten afrikanischen Ländern und zeigen, dass die Praxis in einigen Ländern immer noch weit verbreitet ist. Dies unterstreicht die Dringlichkeit des Einsatzes zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung.



Quelle: SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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