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KulturPresseschau

Emily St. John Mandel: Skurrile Erfahrungen bei Signierstunden – Das war ich nicht – NOZ Interview

Die Schriftstellerin Emily St. John Mandel, bekannt für ihr Buch “Station Eleven”, berichtet von unangenehmen Erfahrungen bei Signierstunden. In einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” erzählt sie, dass ihr bereits signierte Bücher vorgelegt wurden, in denen angeblich persönliche Widmungen von ihr stammen sollen, die sie jedoch nie verfasst hat. In einem Fall wurde ihr Name in ein Buch geschrieben, in dem stand: “Für Harold! Die letzte Nacht war toll! Emily St. John Mandel”. Die Autorin betont, dass sie allerdings keine tolle Nacht mit einem Harold erlebt hat und hat die gefälschte Signatur korrigiert.

Ein weiteres unangenehmes Erlebnis ereignete sich, als ein Leser verlangte, dass sie einem seiner Freunde die Widmung “Ich bin auf deiner Seite!” in ein Buch schreiben sollte. Dies führte dazu, dass Mandel den Wunsch zurückweisen musste, da sie keinen Bezug zu der Aussage herstellen konnte und nicht wusste, was sie damit unterstützen sollte.

Solche Erfahrungen sind für Autoren und Autorinnen sicherlich unangenehm und frustrierend. Es ist nicht nur eine Verletzung der persönlichen Integrität, sondern kann auch das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Autorin in Frage stellen. In einer Zeit, in der persönliche Identität und Authentizität in der Literatur eine wichtige Rolle spielen, sind gefälschte Widmungen und Signaturen ein Ärgernis, das ernst genommen werden sollte.

Historisch betrachtet ist die Fälschung von Unterschriften in der Literatur nichts Neues. Schon früher wurden beispielsweise Autorenporträts oder Widmungen gefälscht, um den Wert von Büchern zu steigern. Es ist wichtig, dass Autoren und Verlage Maßnahmen ergreifen, um solche Vorfälle zu verhindern und ihre Leser vor gefälschten Signaturen zu schützen.

Im Folgenden ist eine Tabelle mit einigen Fakten zum Thema gefälschte Widmungen und Unterschriften in der Literatur aufgeführt:

Datum Ereignis
15. Jh. Erste bekannte Fälschung einer Autorenunterschrift
18. Jh. Aufkommen gefälschter Widmungen in Büchern
20. Jh. Technologische Entwicklungen erschweren die Fälschung von Signaturen
Heute Fälschungen bleiben eine Herausforderung für Autoren und Verlage

Es ist wichtig, dass diese Vorfälle öffentlich gemacht werden, damit Leser und Sammler besser auf gefälschte Signaturen in Büchern achten können. Autoren wie Emily St. John Mandel sollten ermutigt werden, sich gegen solche Vorfälle zu wehren und die Authentizität ihrer Arbeit zu schützen. Vielleicht können Verlage und Buchhändler auch Maßnahmen ergreifen, um solche Vorfälle zu verhindern und das Vertrauen der Leser in authentische Signaturen wiederherzustellen.



Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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