München

Feuchtwanger gewidmet: Münchens literarisches Erbe im Lehel

München würdigt den Schriftsteller Lion Feuchtwanger mit eigenem Platz im Lehel

Lion Feuchtwanger war nicht nur ein bekannter Schriftsteller, sondern auch ein linker Intellektueller, der sich weltweit einen Namen gemacht hat. Er wurde in München geboren und die Stadt ehrt ihn nun zu seinem 140. Geburtstag mit einem eigenen Platz im Stadtteil Lehel.

Der Lion-Feuchtwanger-Platz befindet sich an der Kreuzung Thiersch- und Liebherrstraße, ganz in der Nähe des Hauses, in dem Feuchtwanger seine Kindheit verbracht hat. Die Stadt München möchte mit dieser Zeremonie am kommenden Sonntag, dem 7. Juli, an den Schriftsteller erinnern und sein literarisches Erbe bewahren.

Lion Feuchtwanger wurde vor allem mit Werken wie „Jud Süß“ und der Wartesaal-Trilogie bekannt. Sein Buch „Erfolg“ spiegelt München in Krisenzeiten wider und kritisiert die gesellschaftlichen Missstände. Oberbürgermeister Dieter Reiter lobt Feuchtwanger dafür, dass er die Stadtgesellschaft genau beobachtet und kritisiert hat.

Nach der Machtübernahme Hitlers im Jahr 1933 musste Lion Feuchtwanger Deutschland verlassen und floh mit seiner Frau über Frankreich, Spanien und Portugal in die USA. Dort verbrachte er den Rest seines Lebens und setzte sein Schreiben fort.

Die feierliche Benennung des Lion-Feuchtwanger-Platzes wird von Bürgermeister Dominik Krause eröffnet. Auch Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, sowie der Neffe des Schriftstellers, Edgar Feuchtwanger, werden an der Zeremonie teilnehmen. Schüler des Wilhelmsgymnasiums, Feuchtwangers ehemaliger Schule, werden aus seinem Werk „Exil“ lesen und so die Aktualität seines literarischen Schaffens zeigen.

Im Jahr 2024 plant die Stadt München zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern das Feuchtwanger-Jahr, welches Lesungen, Ausstellungen und Stadtführungen umfassen wird. Damit soll das Erbe von Lion Feuchtwanger lebendig gehalten und sein Einfluss auf die Literaturwelt weiterhin gewürdigt werden.

NAG

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