Rosenheim

Archäologische Entdeckungen enthüllen Geheimnisse der Falkenstein-Burg

Neue archäologische Schätze freigelegt: Hochwasser enthüllt lang verborgene Geheimnisse

Die heftigen Regenfälle im vergangenen Monat haben an der Burg Falkenstein im Landkreis Rosenheim bahnbrechende Funde ans Licht gebracht. Diese Entdeckungen werfen ein völlig neues Licht auf die lange Geschichte dieser eindrucksvollen Burganlage.

Unter den gefundenen archäologischen Schätzen ragten besonders die antiken Ofenkacheln hervor, wie Bürgermeister Stefan Lederwascher (CSU) aus Flintsbach am Inn am Dienstag (2. Juli) bekannt gab. Diese kunstvoll gestalteten Stücke zeugen von einer vergangenen Epoche und lassen Rückschlüsse auf den damaligen Lebensstil der Burgbewohner zu.

Die Funde deuten darauf hin, dass die Bewohner der Burg Falkenstein einst über beträchtlichen Reichtum verfügten. Zudem kam durch die Flut Teile einer alten Treppe zum Vorschein, die ins Tal führte. Es ist bekannt, dass die Süddeutsche Zeitung als Erste über diese bedeutungsvollen Entdeckungen berichtet hat.

Um die wertvollen Fundstücke zu schützen, wurde das Areal umgehend gesichert und für die Öffentlichkeit gesperrt. Es ist verboten, potenzielle historische Artefakte zu entwenden. Die Burg Falkenstein, die mindestens 700 Jahre alt ist, wurde erst vor kurzem von 2016 bis 2019 aufwendig restauriert. Die Ruine, die nahe der Autobahn an der Grenze zu Österreich liegt, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer.

Als die Burg am Ende des 18. Jahrhunderts durch ein Feuer zerstört wurde, zog der damalige Besitzer bereits in das Schloss Brannenburg. In den folgenden Jahren diente die Burgruine zeitweise als Bauernhof. Interessanterweise konnten Archäologen Relikte dieses Bauernhofs ausfindig machen. Einige Menschen nutzten die Ruine auch als Steinbruch und entnahmen Baumaterial.

Die Herausforderung besteht nun darin, die Überreste der Burg vor weiteren Unwettern zu schützen. „Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, da die Mauern ungeschützt sind“, betonte Lederwascher. Besonders vor dem Winter ist schnelles Handeln erforderlich, da gefrierendes Wasser das Mauerwerk weiter beschädigen könnte.

Die Überschwemmungen Anfang Juni haben Teile der Burg stark beschädigt, und einige Mauerteile wurden von den Wassermassen mitgerissen. Experten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege haben die Ruine bereits untersucht, um mögliche Maßnahmen zur Sicherung der Burg zu erarbeiten.

Die Burg Falkenstein, Teil des Denkmalkomplexes Petersberg, wurde um 1300 erbaut, während die Vorburg im 15. und 16. Jahrhundert entstand. Diese historischen Funde liefern uns einen faszinierenden Einblick in die vergangene Pracht und den Reichtum dieser mittelalterlichen Burganlage. (mit dpa)

NAG

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