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Luftrettung in Sachsen-Anhalt: Notfallhilfe aus Nachbarländern

Luftrettung: Eine wichtige Ressource für Sachsen-Anhalt

Luftrettung spielt eine entscheidende Rolle bei der schnellstmöglichen Versorgung von Kranken und Verletzten. In Sachsen-Anhalt werden die Rettungshubschrauber von den Standorten Magdeburg und Halle aus koordiniert, um im Notfall rasch Hilfe zu leisten. Interessanterweise kommt jedoch ein signifikanter Teil der Unterstützung aus benachbarten Bundesländern.

In den letzten beiden Jahren wurden über 7.600 Luftrettungseinsätze dokumentiert, wovon etwa 5.680 von den in Magdeburg und Halle stationierten Hubschraubern durchgeführt wurden. Nahezu 1.960 Einsätze wurden von Rettungshubschraubern aus umliegenden Bundesländern übernommen, was ungefähr einem Viertel aller Einsätze entspricht. Diese Zahlen wurden in der Antwort der Landesregierung auf die Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Rüdiger Erben veröffentlicht.

Beispielhaft wurden im nördlichen Sachsen-Anhalt 288 Einsätze von Wolfenbüttel und 53 von Uelzen in Niedersachsen aus geflogen. Des Weiteren kommen 104 Einsätze vom brandenburgischen Standort Perleberg. Im südlichen Teil des Bundeslandes unterstützen Luftrettungshubschrauber aus Leipzig, Jena und Nordhausen bei Notfalleinsätzen.

Zusätzlicher Hubschrauber für eine verbesserte Versorgung

Es wird derzeit über die Einrichtung eines weiteren Hubschrauberstandorts im Norden Sachsen-Anhalts diskutiert. Dieser zusätzliche Rettungshubschrauber könnte die medizinische Versorgung bei schweren und zeitkritischen Erkrankungen erheblich optimieren. Das Innenministerium betont jedoch, dass eine potenzielle Verbesserung im Zusammenhang mit aktuellen Krankenhausreformen und der Neugestaltung der Notfallversorgung betrachtet werden muss. Eine Beauftragung für eine entsprechende Überprüfung soll noch in diesem Sommer erfolgen.

Die DRF-Luftrettung ist in Sachsen-Anhalt für die notärztliche Versorgung aus der Luft verantwortlich. Derzeit sind drei Hubschrauber an zwei Standorten im Einsatz: Christoph 36 in Magdeburg sowie Christoph Halle und Christoph Sachsen-Anhalt in Halle. Christoph Sachsen-Anhalt fungiert als Intensivtransporthubschrauber, der rund um die Uhr einsatzbereit ist.

Laut Angaben der DRF Stiftung Luftrettung können die drei Hubschrauber Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern innerhalb von maximal 15 Minuten erreichen. Die Besatzung besteht aus einem Piloten (nachts zwei), einem Notarzt und einem Notfallsanitäter, um eine umfassende medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Die Luftrettung spielt eine entscheidende Rolle bei der schnellen Hilfe für Notfallpatienten in Sachsen-Anhalt. Die Kooperation mit Rettungshubschraubern aus benachbarten Bundesländern unterstreicht die Effektivität und Effizienz dieses wichtigen Rettungsdienstes.

© dpa

NAG

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