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BVMW fordert entschlossenen Bürokratieabbau – Mittelstand in Bedrängnis

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert die Bundesregierung auf, den Bürokratieabbau konsequent voranzutreiben, um den Mittelstand zu entlasten. Christoph Ahlhaus, Vorsitzender der Bundesgeschäftsführung des BVMW, betonte, dass die Belastung durch bürokratische Prozesse und Verpflichtungen den Mittelstand erdrücken könnte. Er kritisierte, dass die geplanten Maßnahmen zum Bürokratieabbau nur marginal entlasten würden und die Handlungsoptionen des BVMW ignoriert wurden. Insbesondere die Verkürzung der Aufbewahrungspflicht auf Buchungsbelege sei nicht nachvollziehbar, da alle weiteren Dokumente weiterhin unverändert aufbewahrt werden müssten.

Dr. Hans-Jürgen Völz, Chefvolkswirt des BVMW, wies darauf hin, dass die Bürokratie finanzielle und personelle Ressourcen in den Unternehmen binde, die dann für Forschung, Entwicklung und Innovationen fehlten. Dies könne zu Überlastung und verhinderten Investitionen führen. Völz warnte davor, dass die wirtschaftliche Dynamik Deutschlands gefährdet sei, wenn die Politik nicht auf die bürokratischen Belastungen reagiere. Der BVMW habe sich mit konkreten Vorschlägen zur Entlastung in die Verbändeanhörung zum Referentenentwurf eingebracht.

Der BVMW, als größte politisch unabhängige und branchenübergreifende Interessenvertretung des deutschen Mittelstands, vertritt über 30 mittelständisch geprägte Verbände mit insgesamt 900.000 Mitgliedern.

Es ist wichtig, die Auswirkungen bürokratischer Belastungen auf den Mittelstand zu verstehen. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung beläuft sich der Aufwand für die Einhaltung behördlicher Vorschriften und Regulierungen in Deutschland auf durchschnittlich 29 Arbeitsstunden pro Woche für kleine und mittlere Unternehmen. Diese Ressourcen könnten jedoch effektiver für unternehmerische Aktivitäten eingesetzt werden, was wiederum das Wachstum und die Arbeitsplatzschaffung im Mittelstand fördern würde.

In der folgenden Tabelle sind einige Fakten zu den Belastungen durch Bürokratie für den deutschen Mittelstand zusammengefasst:

Thema Durchschnittlicher wöchentlicher Arbeitsaufwand für bürokratische Vorschriften
Kleinunternehmen 25-30 Stunden
Mittelständische Unternehmen 25-40 Stunden
Großunternehmen 35-45 Stunden
Verlust an Arbeitsplätzen aufgrund von Bürokratie jährlich 10.000 – 15.000 Arbeitsplätze

Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Reduzierung der bürokratischen Belastungen sowohl für die Unternehmen als auch für die Gesamtwirtschaft dringend erforderlich ist. Mangelnde Entlastung durch die Bundesregierung könnte dazu führen, dass immer weniger Menschen den Weg in die Selbstständigkeit wagen, was langfristig das Wachstum und den Wohlstand Deutschlands gefährden könnte. Daher ist es wichtig, dass die Bundesregierung die Forderungen des BVMW ernst nimmt und effektive Maßnahmen zum Bürokratieabbau ergreift.



Quelle: Der Mittelstand. BVMW e. V. / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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