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Deutsche Mittelständler in Sorge: Geschäftsklima weiter eingetrübt – Großunternehmen optimistischer

Die Stimmung unter den deutschen Mittelständlern trübt sich zu Beginn des Jahres weiter ein, nachdem sie schon im Dezember nachgegeben hatte. Im Januar sank das Geschäftsklima bei den kleinen und mittleren Unternehmen auf -22,1 Saldenpunkte, was einem Minus von 3,0 Zählern gegenüber dem Vormonat entspricht. Sowohl die Urteile zur aktuellen Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen verschlechtern sich in ähnlicher Größenordnung. Dies deutet auf eine allgemeine Verunsicherung und undurchsichtige Gemengelage hin. Dabei spielt die Unsicherheit wegen geopolitischer Verschiebungen, dem ungünstigen demografischen Trend sowie dem klimaneutralen Umbau der Produktionsweise eine Rolle.

Die mittelständische Wirtschaft ist in allen Hauptwirtschaftsbereichen von der Stimmungseintrübung betroffen. Der Einzelhandel, die Dienstleister und das Verarbeitende Gewerbe verzeichnen Rückgänge bei den Geschäftserwartungen. Das mittelständische Geschäftsklima nähert sich mit einem Stand von -22,1 Saldenpunkten den Tiefständen während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 sowie während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 an.

Obwohl die aktuellen Geschäftserwartungen im Mittelstand pessimistisch sind, gibt es positive Nachrichten für die Konjunktur. Die absehbare Erholung der privaten Kaufkraft, nachlassender Inflationsdruck und steigende Reallöhne könnten Belastungsfaktoren im Verlauf des Jahres 2024 reduzieren und zu einer Erholung führen.

Im Gegensatz zu den Mittelständlern fassen die Großunternehmen im Januar wieder etwas Mut. Ihr Geschäftsklima verbessert sich leicht, jedoch bleibt das Niveau immer noch niedriger als im Mittelstand. Die leichte Klimaverbesserung wird hauptsächlich von den Großunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes getragen.

Insgesamt deutet das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer darauf hin, dass die mittelständischen Unternehmen weiterhin aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage und der strukturellen Herausforderungen verunsichert sind, während die Großunternehmen etwas optimistischer gestimmt sind.

[
\begin{array}{|c|c|}
\hline
\text{Hauptwirtschaftsbereich} & \text{Veränderung des Geschäftsklimas} \
\hline
\text{Bauunternehmen} & -31,0 \
\text{Großhandelsunternehmen} & -35,1 \
\text{Einzelhandel} & -17,6 \
\text{Dienstleister} & -14,8 \
\text{Verarbeitendes Gewerbe} & -27,5 \
\hline
\end{array}
]

Die Tabelle zeigt die Veränderungen des Geschäftsklimas in verschiedenen Hauptwirtschaftsbereichen. Es ist klar ersichtlich, dass die Stimmung in allen Bereichen eingetrübt ist, wobei die Großhandelsunternehmen besonders stark betroffen sind. Die negativen Veränderungen spiegeln die Unsicherheit und die Schwierigkeiten wider, mit denen die Unternehmen konfrontiert sind. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die Lage im Laufe des Jahres entwickeln wird.



Quelle: KfW / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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