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Kritik am FDP-Blockade des EU-Lieferkettengesetzes – Schutz von Menschenrechten notwendig

Die Pressemitteilung des Forums für Internationale Agrarpolitik weist darauf hin, dass die FDP die Blockade des EU-Lieferkettengesetzes angedroht hat. Die Sprecherin des Forums, Julia Sievers, kritisiert die geplante Blockade scharf und betont die Dringlichkeit des Gesetzes für den Schutz von Menschenrechten in Lieferketten, insbesondere in der Kaffeebranche. Sie weist darauf hin, dass Kinderarbeit und Zwangsarbeit weit verbreitet sind und die Einkommen der Kaffeebauern so niedrig sind, dass sie nicht zum Leben reichen.

Die geplante Blockade des EU-Lieferkettengesetzes durch die FDP hat potenzielle Auswirkungen auf deutsche Unternehmen, die international agieren und Lieferketten unterhalten. Eine Umfrage des Handelsblatts zeigt, dass eine Mehrheit der deutschen Unternehmen die Lieferkettengesetzgebung befürwortet, während nur 7% dagegen sind. Die Absicht der FDP, das Gesetz zu blockieren, wird daher von vielen Unternehmen und Interessenvertretern kritisiert.

In Bezug auf die Kaffeeproduktion weist das Forum auf eine aktuelle Studie zum Kaffeeanbau in Brasilien hin, die zeigt, dass freiwillige Systeme wie Zertifizierungen nicht in der Lage waren, die verbreiteten Menschenrechtsverletzungen wirksam einzudämmen. Dies unterstreicht die Dringlichkeit eines verpflichtenden EU-Lieferkettengesetzes, um solche Missstände zu bekämpfen.

Im Kontext der deutschen Politik appelliert das Forum an Bundeskanzler Olaf Scholz, seine Richtlinienkompetenz zu nutzen, um die Blockade des EU-Lieferkettengesetzes durch die FDP zu verhindern.

Eine mögliche lokale Auswirkung könnte sein, dass deutsche Unternehmen, insbesondere solche, die im Kaffeegeschäft tätig sind, unter Druck geraten könnten, ihre Lieferketten auf Menschenrechtsverletzungen zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu bekämpfen.

In der folgenden Tabelle sind einige relevanten Fakten und Informationen zum Thema aufgeführt:

Unternehmen Haltung zum Lieferkettengesetz
Tchibo Befürwortet
Vaude Befürwortet
SAP Befürwortet
Andere Unternehmen Uneinheitliche Haltung

Historisch betrachtet haben freiwillige Systeme und Zertifizierungen in der Vergangenheit oft nicht ausgereicht, um Menschenrechtsverletzungen in globalen Lieferketten zu verhindern. Ein verpflichtendes Gesetz könnte somit eine positive Veränderung in dieser Hinsicht bewirken.

Insgesamt verdeutlicht die Pressemitteilung die Wichtigkeit eines EU-Lieferkettengesetzes und die potenziellen Auswirkungen auf deutsche Unternehmen und die internationale Kaffeeproduktion. Es bleibt abzuwarten, wie die politischen Entscheidungsträger auf diese Kritik und Forderungen reagieren werden.



Quelle: Agrar Koordination / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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