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Masterplan gegen Krebs: Vision Zero e.V. ruft zum gemeinsamen Handeln auf

Die Statistiken sind ernüchternd: Jahr für Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen neu an Krebs, etwa 220.000 sterben daran. Das ist die Ausgangslage für Vision Zero e.V., einen Zusammenschluss namhafter Vertreter:innen aus Wissenschaft, Medizin, Medien, Stiftungen, Verbänden und forschender Industrie. Ihr Ziel ist es, die Prävention und Früherkennung von Krebserkrankungen nachhaltig zu verbessern, die onkologische Präzisionsdiagnostik sowie innovative Therapiekonzepte nachhaltig zu fördern und Vorlagen für Entscheidungsträger in der Gesundheitspolitik zu erarbeiten.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermeidung von Krebserkrankungen und der frühzeitigen Erkennung, um die Zahl der Todesfälle drastisch zu senken. Die Nachhaltigkeit und Verbesserung der Versorgung von Krebspatienten stehen ebenfalls im Fokus. Die Vision Zero setzt sich vor allem für die Etablierung eines Masterplans ein, um konkrete Schritte und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation zu definieren. Hierbei werden nicht nur medizinische, sondern auch politische und wirtschaftliche Aspekte in Betracht gezogen.

Die Etablierung einer interdisziplinären Task Force, die Erleichterung von bürokratischen Prozessen, die Förderung von Forschung und Nachwuchsförderung sowie die verstärkte Prävention sind nur einige der Punkte, die im Masterplan berücksichtigt werden. Die Vision Zero setzt sich außerdem für die verstärkte Einrichtung von NCT-Standorten, die flächendeckend Patienten mit Translation auf dem neuesten Stand des Wissens versorgen sollen, ein. Ebenfalls sollen Vertreter:innen der Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherungen an strategischen Entscheidungen beteiligt werden.

Um der Vision Zero einen Schritt näher zu kommen, schlägt der Vorstand von Vision Zero die Erarbeitung eines gemeinsamen Masterplans vor, der Anregungen, Impulse und konkrete Vorschläge enthält. Der Verein will zeitnah alle relevanten Institutionen und Organisationen ansprechen, um gemeinsam an der Verwirklichung dieser Ziele zu arbeiten.

In der folgenden Tabelle werden einige Kernpunkte des vorgeschlagenen Masterplans für die “Vision Zero” aufgeführt:

Schwerpunkt Maßnahme
Task Force Einrichtung einer interdisziplinären Task Force auf Top-Ebene
Bürokratie Nachhaltiger Abbau der überbordenden Bürokratie in Deutschland
Industrieansiedlung Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in Deutschland ansiedeln
Forschung fördern Deutliche Verstärkung der Forschungsförderung mit mindestens einer Milliarde Euro zusätzlich
Nachwuchsförderung Einrichtung und Ausstattung von “Inkubatoren” an den universitären Spitzenzentren und NCT-Standorten
Translation Entschlossener Aufbau der neuen NCT-Standorte und Ausschreibung weiterer NCT-Standorte in Deutschland
Krankenkassen Beteiligung der Spitzenvertreter der GKV und PKV an den strategischen Weichenstellungen der Gesundheitspolitik
Prävention Erarbeitung eines Gesamtkonzepts ‘Gesundheitsprävention’
Umsetzen und Evaluieren Konsequente Umsetzung des Masterplans durch Definition von Meilensteinen für alle Projekte und fortlaufende Evaluation und Nachjustierung zur Erreichung der definierten Ziele

Das Engagement und die Zielsetzungen von Vision Zero e.V. sind von großer Bedeutung angesichts der ernüchternden Krebsstatistiken in Deutschland. Die Umsetzung eines umfassenden Masterplans, der alle relevanten Bereiche abdeckt, hat das Potenzial, die Situation drastisch zu verbessern und die Zahl der vermeidbaren krebsbedingten Todesfälle gegen null zu bringen. Es bleibt zu hoffen, dass die Vision Zero auf breite Zustimmung und Unterstützung stoßen wird, um ihre Ziele erfolgreich umzusetzen.



Quelle: Vision Zero e.V. / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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