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Sorgen um die Automobilindustrie: Atradius warnt vor wachsender Krise bei Zulieferern und Herstellern

Die Lage für die Lieferanten von Teilen und Komponenten in der Automobilindustrie verschlechtert sich, während die Absatzzahlen der Autohersteller steigen. Die Zahl der Schadensfälle bei den Autozulieferern stieg 2023 im zweistelligen Prozentbereich, und Atradius prognostiziert, dass die Zahl der Autoverkäufe 2024 sinken wird.

Weltweit haben Deutschlands Autobauer ihre Absatzzahlen im Jahr 2023 gesteigert, doch trotz der positiven Absatzzahlen der Autohersteller kündigen die Zulieferer Sparprogramme, Stellenabbau und Werksverkäufe an. Dies zeigt, dass sich die Situation in der deutschen Automobilindustrie insbesondere bei den Zulieferern verschlechtert.

Die deutschen Autobauer profitierten im vergangenen Jahr von einem einstellig wachsenden deutschen Markt, während der chinesische Markt schwächelte und das Wachstum in Europa zweistellig war. Die Hersteller profitierten auch von Nachholeffekten, doch dieser Bestellpuffer ist nun abgebaut. Dies hat zur Folge, dass die Zeit der Rabatte zurückkehrt, und die ins Stocken geratene Förderung für Elektroautos dürfte den Absatz in diesem Jahr deutlich bremsen.

Die Insolvenzen und Turbulenzen bei den Tier-2- und Tier-3-Zulieferern sind in den vergangenen Monaten gestiegen, und aktuelle Meldungen zahlreicher Tier-1-Zulieferer über Werkschließungen, Stellenstreichungen und massive Kostensenkungsprogramme legen nahe, dass die Krise nun auch diese Unternehmen voll erfasst hat. Es wird erwartet, dass die Verkäufe der Hersteller im Jahr 2024 sinken werden, was zu einer weiteren Steigerung der Schadensmeldungen bei den Zulieferern führen könnte.

Besorgniserregend ist auch die hohe Innovationsdichte in China im Hinblick auf die Elektromobilität, die dazu führt, dass westliche Automobilhersteller ihren Vorsprung verlieren. Atradius rechnet damit, dass chinesische Hersteller in naher Zukunft verstärkt mit günstigen E-Fahrzeugen auf den deutschen und europäischen Markt drängen werden. Dies könnte den Anreiz zum Kauf eines E-Autos deutlich steigern, und die deutschen Hersteller müssen eine solide Nachfrage im Inland schaffen, um dem entgegenzuwirken.

In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es wichtig, dass die deutschen Autohersteller ihre Wettbewerbsposition stärken, um mit den sich verändernden Marktgegebenheiten Schritt zu halten. Strategische Partnerschaften und Investitionen in Forschung und Entwicklung sind notwendig, um die herausfordernde Situation zu bewältigen.

Abschließend zeigt sich, dass die Herausforderungen in der deutschen Automobilindustrie insbesondere bei den Zulieferern und im Bereich der Elektromobilität zunehmen. Die deutschen Autohersteller müssen sich diesen Herausforderungen stellen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Faktoren Auswirkungen
Steigende Schadensfälle bei Autozulieferern Sparprogramme, Stellenabbau, Werksverkäufe
Schwächelnder chinesischer Markt Druck auf deutsche Autohersteller
Hohe Innovationsdichte in China im Bereich Elektromobilität Verlust des Vorsprungs westlicher Automobilhersteller
Steigende Insolvenzen und Turbulenzen bei Zulieferern Druck auf gesamte Automobilindustrie


Quelle: Atradius Kreditversicherung / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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