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Transparenz und Regulierung im Fernwärmemarkt: Aktuelle Heizkostenabrechnungen und die Zukunft der Wärmeplanung

Im Rahmen der aktuellen Heizkostenabrechnungen zu Beginn des Jahres sind viele Fernwärmekunden mit hohen Nachzahlungen konfrontiert. Diese können bis zu mehreren hundert Euro betragen und steigen teilweise um bis zu 20 Prozent. Verbraucherverbände und Mieterorganisationen beklagen überzogene Preissteigerungen bei Fernwärme, die nicht allein auf gestiegene Energiepreise in Verbindung mit der Ukraine-Krise zurückzuführen sind. Vor allem die fehlende Transparenz bei der Preisgestaltung und das Fehlen von Wettbewerb im weitgehend monopolistisch geprägten Markt werden kritisiert. Laut dem neuen Gebäudeenergie- oder Wärmeplanungsgesetz sind zentrale Wärmenetze entscheidend für die klimaneutrale Transformation der Wärmeerzeugung in Gebäuden.

Expert*innen und Fachverbände gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren milliardenschwere Investitionen in die kommunale Infrastruktur erforderlich sein werden, um die klimapolitischen Ziele im Wärmesegment zu erreichen. Insbesondere die zusätzliche Einspeisung erneuerbarer Energien spielt dabei eine zentrale Rolle. Neue Wärmenetze müssen gemäß dem neuen Gesetz einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien verwenden.

Das Bündnis Allianz Freie Wärme hält Fernwärme unter bestimmten Voraussetzungen für ein strategisch wichtiges Element, um bis 2045 klimaneutral zu werden. Allerdings unterstützt es die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, den noch unregulierten Fernwärmemarkt zu überprüfen. Die Kartellbehörden sind bereits seit Jahren aktiv, um die Situation zu verbessern und Studien zeigen, dass Wärmenetze vor allem in kompakten Wohngebieten wirtschaftlich zu betreiben sind.

Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband der Deutschen Heizungstechnik e. V. (BDH), betont die Bedeutung einer soliden kommunalen Wärmeplanung, die auf fachlich solider Basis umsetzbare zukunftstaugliche und bezahlbare Wärmetechniken für die Bürger vorsieht. Diese Planung ist zwar rechtlich nicht bindend, aber stellt die Weichen für die künftige Wärmeversorgung der Bürger.

Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass KfW-Förderanträge für klimafreundliche Heizungen voraussichtlich ab Ende Februar möglich sein werden. Diese Förderung deckt je nach Höhe der förderfähigen Kosten Zuschüsse bis zu 23.500 Euro ab. Kunden können sich bereits auf der Website der KfW registrieren, um weitere Informationen zu den Förderkonditionen zu erhalten.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Städte und Gemeinden im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung verantwortungsvoll handeln und zukunftstaugliche Wärmetechniken für die Bürger vorsehen. Hierbei ist es von Bedeutung, dass sie die Verantwortung und die damit verbundenen Investitionen für die künftige Wärmeversorgung übernehmen. Die Kommunen müssen somit sicherstellen, dass die Wohngebiete auf fachlich solider Basis umsetzbare zukunftstaugliche und für die Bürger letztlich bezahlbare Wärmetechniken für die Transformationspläne vorgeben.

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden KfW-Förderanträge für den Kauf und Einbau einer neuen, klimafreundlichen Heizung voraussichtlich ab Ende Februar 2024 möglich sein. Die Registrierung ist bereits freigeschaltet und weitere Informationen zu den Förderkonditionen sind auf der Webseite der KfW verfügbar.



Quelle: Allianz Freie Wärme / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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