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Ukraine: Immer mehr Frauen unter Druck – Wie SOS-Kinderdörfer helfen

Immer mehr Verantwortung, immer weniger Geld: Frauen in der Ukraine tragen mit zunehmender Dauer des Krieges nach Angaben der SOS-Kinderdörfer eine Last, die oft erdrückend ist. Rund 640.000 Männer kämpfen derzeit in der ukrainischen Armee und lassen vielerorts Familien zurück. Die Frauen in der Ukraine befinden sich in einem täglichen Existenzkampf, da sie die Familie ernähren müssen, während ihre Männer an der Front kämpfen und Kindergärten und Schulen vielerorts seit fast zwei Jahren geschlossen sind. Viele Mütter mussten alleine mit ihren Kindern flüchten, stehen in einer völlig neuen Umgebung vor dem Nichts und müssen trotz aller Strapazen stark für ihre Kinder sein.

Das Familieneinkommen ist gesunken und die Arbeitslosigkeit hat in bestimmten Gruppen stark zugenommen. 37 Prozent der Frauen und Kinder lebten zu Beginn des Krieges unter dem Durchschnitt, während es im August 2023 fast doppelt so viele waren. Die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe ist von 3 auf 20 Prozent gestiegen. Die SOS-Kinderdörfer leisten sowohl Unterstützung für die Mütter als auch für die Kinder und helfen bei der Verarbeitung von Traumata. Die Organisation hat Sozialzentren eingerichtet, die bereits über 63.000 geflüchtete Kinder und Eltern unterstützt haben.

Eine Studie von Gradus Research zeigt, dass 63 Prozent der Frauen, deren Männer an der Front kämpfen, wichtige Entscheidungen bezüglich der Familien alleine treffen müssen. Infolge der finanziellen Nöte und des steigenden Drucks sind zahlreiche Frauen durch den Krieg traumatisiert und leiden unter Depressionen. Die SOS-Kinderdörfer bieten sowohl psychologische als auch psychosoziale Unterstützung für die Mütter und Kinder an.

Die SOS-Kinderdörfer haben unmittelbar nach Kriegsausbruch eine humanitäre Hilfe gestartet, bei der Kinder und Familien aus den Gefahrenzonen evakuiert wurden. Außerdem wurden psychologische Unterstützung, Hilfsgüter und Winterhilfe wie Brennholz, Decken, Winterkleidung und Schuhe bereitgestellt.

Diese Situation hat nicht nur Auswirkungen auf die betroffenen Familien in der Ukraine, sondern auch auf die internationale Gemeinschaft. Die steigende Anzahl von geflüchteten Familien und die psychologischen Auswirkungen des Krieges auf Frauen und Kinder erfordern eine verstärkte humanitäre Hilfe und Unterstützung.

Tabelle: Statistik Angabe
Anzahl der Männer in der ukrainischen Armee 640.000
Anzahl der geflüchteten Familien, die Unterstützung erhalten haben 63.000
Prozentuale Zunahme der Arbeitslosigkeit bei Frauen und Kindern seit Kriegsbeginn Von 3 auf 20 Prozent
Anzahl der Frauen, die unter Depressionen leiden Unbekannt

Die Situation in der Ukraine erfordert weiterhin internationale Unterstützung, um die negativen Auswirkungen des Krieges auf Frauen und Kinder zu lindern und langfristige Lösungen zu schaffen.



Quelle: SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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