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Bundestag verabschiedet Haushalt für 2024: Kürzungen in Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer Hilfe befürchtet

Heute hat der Bundestag den Haushalt für 2024 verabschiedet. Für Michael Herbst, Leiter der politischen Arbeit der Christoffel-Blindenmission (CBM) und Vorstandsvorsitzender des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), bedeutet dies einen schwarzen Tag. Der Haushalt sieht signifikante Einschnitte in der Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe vor. Die CBM befürchtet daher weniger Hilfe für Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Regionen der Welt. Die mittelfristige Haushaltsplanung des Bundes sieht für 2025 weitere drastische Einschnitte vor. Diese müssen laut Herbst verhindert werden.

Die geplanten Kürzungen bedeuten, dass rund 1,4 Milliarden Euro weniger für Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stehen. Für die CBM ist dies ein fataler Schritt, da Humanitäre Hilfe auf Krisen reagiert, die aktuell nicht gesucht werden müssen, und Entwicklungszusammenarbeit dazu beiträgt, die Welt global zukunftsfähig zu machen. Michael Herbst betont, dass in einer Zeit, in der es globale Probleme gibt, Kürzungen im Budget des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Auswärtigen Amts unangebracht sind.

Besonders betroffen von den Kürzungen sind Menschen mit Behinderungen, die oft zu den Ärmsten der Armen in Regionen des globalen Südens gehören. Die CBM weist darauf hin, dass Herausforderungen wie der Klimawandel, globale Armut oder Friedenssicherung global betrachtet und angegangen werden müssen, was mit den reduzierten Etats erschwert wird.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den international führenden Organisationen für inklusive Entwicklungszusammenarbeit und unterstützt Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt – und das seit 115 Jahren. Die Organisation leistet medizinische Hilfe und setzt sich für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein. Ziel ist eine inklusive Welt, in der Menschen mit und ohne Behinderungen ihre Fähigkeiten einbringen können und niemand zurückgelassen wird.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe lokale Auswirkungen haben können. Insbesondere in den ärmsten Regionen der Welt, in denen die CBM aktiv ist, können diese Einschnitte das Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend beeinträchtigen. Essensverteilungen und inklusive Nothilfe könnten von den Sparmaßnahmen betroffen sein, was zu einer noch schwierigeren Situation für die Betroffenen führen könnte.

In der folgenden Tabelle werden die geplanten Budgetkürzungen und ihre möglichen Auswirkungen dargestellt:

Jahr Budgetkürzung (in Milliarden Euro) Mögliche Auswirkungen
2024 1,4 Weniger Hilfe für Menschen mit Behinderungen in ärmsten Regionen
2025 Geplant weitere drastische Einschnitte Erschwert die globale Handlungsfähigkeit

Historisch betrachtet hat die CBM seit 115 Jahren Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt unterstützt. Die Organisation hat sich für inklusive Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt und sich für eine Welt stark gemacht, in der niemand zurückgelassen wird.

Es bleibt zu hoffen, dass die für 2025 vorgesehenen Kürzungen noch einmal überdacht werden und gravierende Fehler ausgebessert werden können, um Schlimmeres zu verhindern. Die CBM setzt sich weiterhin für eine inklusive Welt ein und bedauert die geplanten Einschnitte zutiefst.



Quelle: cbm Christoffel-Blindenmission e.V. / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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