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Net-Zero-Industry-Act: EU-Trilogparteien setzen Atomkraft und CCS mit Wind- und Solarenergie gleich

In der heutigen Pressemitteilung wird über den neuen europäischen Net-Zero-Industry-Act (NZIA) berichtet, auf den sich EU-Parlament, Rat und Kommission geeinigt haben. Diese Vereinbarung sieht vor, dass neben erneuerbaren Energien wie Solar- und Windenergie oder Wärmepumpen auch Atomenergie und Kohlendioxid-Verpressung (CCS) gefördert werden sollen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist besorgt über diese Entwicklung und sieht darin eine Bedrohung für wirklich nachhaltige Technologien.

Die DUH fordert die EU-Kommission auf, strenge Ausschreibungskriterien festzulegen, um den Fokus auf grüne Technologien zu legen. Ebenso erwartet sie von der Bundesregierung, eine klare Förderung grüner Technologien zu gewährleisten. Die DUH kritisiert die Entscheidung, Atomenergie und CCS in den NZIA aufzunehmen, und betont die Notwendigkeit, sich klar zu erneuerbaren Energien zu bekennen.

Der NZIA soll die Produktionskapazitäten betreffender Technologien in Europa erhöhen, indem die Genehmigung und der Bau von Anlagen entlang der Wertschöpfungskette beschleunigt werden. Die DUH sieht die Resilienz- und Nachhaltigkeitskriterien in Bezug auf die Ausschreibungen als zu schwach und fordert hier ambitionierte, technologiespezifische Regelungen.

Es wird betont, dass der NZIA darauf abzielt, die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsposition europäischer Klimaschutz-Industrien zu stärken und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Bis zum Jahr 2030 sollen 40 Prozent der jährlich eingesetzten Netto-Null-Technologien durch eine in Europa angesiedelte Produktion gedeckt werden. Dazu gehören sowohl grüne Technologien als auch solche mit erheblichen Klima- und Umweltrisiken.

Für eine bessere Übersicht über die verschiedenen Technologien und ihre potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima, folgt hier eine Tabelle:

Technologie Auswirkungen
Solar- und Windenergie Reduzierung von CO2-Emissionen, Erneuerbare Energiequelle
Wärmepumpen Effiziente Nutzung von Energie, Reduzierung von CO2-Emissionen
Atomenergie Umstrittene Risiken, Atommüll, Nukleare Zwischenfälle
CCS Potenzielle Risiken bei CO2-Speicherung, Energieverbrauch

Es ist offensichtlich, dass die Förderung von Atomenergie und CCS potenzielle Risiken birgt, während erneuerbare Energien wie Solar- und Windenergie sowie Wärmepumpen positive Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima haben. Die Entscheidung der EU, Atomenergie und CCS auf die gleiche Stufe wie erneuerbare Energien zu stellen, wirft daher einige berechtigte Bedenken auf.



Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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