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Stellungnahme der evangelischen Kirche und Diakonie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt

Die 20 Landeskirchen und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Bundesvorstand der Diakonie Deutschland haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme zu den Ergebnissen der ForuM-Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt geäußert. Die Studie macht deutlich, dass die evangelische Kirche und die Diakonie oft nicht einheitlich, nicht betroffenenorientiert und nicht mit der nötigen Initiative vorgegangen sind. Daher wird nun ein klarer Maßnahmenplan für die evangelische Kirche und Diakonie entwickelt, um die Verantwortung zu übernehmen und die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt voranzutreiben.

Die Ergebnisse der ForuM-Studie offenbaren ein jahrzehntelanges Versagen der evangelischen Kirche und der Diakonie auf allen Ebenen und in allen Landeskirchen. Betroffene Personen wurden nicht gehört, Taten nicht aufgearbeitet, Täter geschützt und Verantwortung nicht übernommen. Dies zeigt, dass die Realität der Kirche und der Diakonie auch sexualisierte Gewalt beinhaltet und sie daher in der Pflicht stehen, die Verantwortung zu übernehmen.

Aktuell werden in Verbünden von Landeskirchen und Landesverbänden regionale, unabhängige Aufarbeitungskommissionen aufgebaut, um die Aufklärung und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in evangelischer Kirche und Diakonie voranzutreiben. Weiterhin wird das Beteiligungsforum zusammen mit Forschenden die Ergebnisse und Empfehlungen erstmals beraten. Die EKD, die Diakonie und die Pressestellen der Gliedkirchen versenden die Stellungnahme, die auch unter www.ekd.de/Forum-Stellungnahme heruntergeladen werden kann.

In der folgenden Tabelle sind einige wichtige Informationen zur ForuM-Studie und den Maßnahmen, die folgen sollen, dargestellt:

Studie und Maßnahmen zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt
Datum 6. Februar 2024
Beteiligte 20 Landeskirchen, Rat der EKD, Diakonie Deutschland
Ergebnisse Jahrzehntelanges Versagen, Täter geschützt, Verantwortung nicht übernommen
Maßnahmen Entwicklung von Maßnahmenplan, Aufbau regionaler Aufarbeitungskommissionen
Diskussionsprozess Beteiligungsforum wird Ergebnisse und Empfehlungen erörtern

Die Ergebnisse der ForuM-Studie verdeutlichen, dass es in der evangelischen Kirche und der Diakonie dringenden Handlungsbedarf gibt, um die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt voranzutreiben. Die gemeinsame Stellungnahme der beteiligten Institutionen zeigt, dass sie die Verantwortung übernehmen und sich transparent und offen mit den Ergebnissen der Studie auseinandersetzen wollen. Es bleibt abzuwarten, wie die entwickelten Maßnahmenpläne in der Praxis umgesetzt werden und ob sie zur Verbesserung der Situation beitragen können.



Quelle: EKD – Evangelische Kirche in Deutschland / ots

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Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

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