Im Januar 2025 verzeichnete der Kreis Höxter einen signifikanten Anstieg der Arbeitslosenzahl, der den höchsten Wert seit 2017 erreicht hat. Laut dem Westfalen-Blatt kamen im Vergleich zum Vormonat 367 Personen ohne Job hinzu, was eine Steigerung der Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent bedeutet. Diese Zahl stellt einen Anstieg von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar, wo die Quote bei 5,0 Prozent lag.
Heinz Thiele, der Leiter der Arbeitsagentur im Kreis Höxter, äußerte sich zu den Ursachen dieses Anstiegs. Die Zunahme sei stark saisonal bedingt und resultiere in erster Linie aus dem Jahresbeginn sowie dem Auslaufen befristeter Arbeitsverträge. Ein weiterer Faktor ist die Unsicherheit, die viele Unternehmen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung empfinden, was sich negativ auf die Stellenmeldungen auswirkt.
Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt
Wie in einem Bericht der Arbeitsagentur hervorgeht, liegt die Zahl der gemeldeten Stellen im Januar fast ein Fünftel unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt sind nur 157 Stellen gemeldet, was einen Rückgang von 36,2 Prozent zum Vormonat und 19,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeitsaufnahme für Arbeitslose zunehmend erschwert wird.
Ein weiterer besorgniserregender Aspekt ist die Jugendarbeitslosigkeit, die mit 421 Arbeitslosen unter 25 Jahren einen Anstieg von 8,5 Prozent zum Vormonat sowie 11,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeigt. Auch die Zahl der Arbeitslosen ab 50 Jahren beläuft sich auf 1.330 Personen und ist um 8,6 Prozent gestiegen.
Soziale Unterstützung und Perspektiven
Die Agentur für Arbeit Höxter bietet zahlreiche Unterstützungsangebote an, darunter Beratung und finanzielle Förderung für eine berufliche Umorientierung. Im Rahmen der Arbeitslosenversicherung sind 1.619 Personen gemeldet, was einem Anstieg von 18,1 Prozent zum Vormonat und 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gleichzeitig beziehen 2.294 Personen Bürgergeld, was ebenfalls einem Anstieg von 5,5 Prozent zum Vormonat entspricht.
Die gesamte Unterbeschäftigung im Kreis beträgt 5.021 Personen und ist um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Dieser Wert umfasst nicht nur die Arbeitslosen, sondern auch Personen, die rechtlich nicht als arbeitslos gelten. Die aktuellen Trends und Herausforderungen im Arbeitsmarkt erfordern eine gezielte Analyse und Intervention, um die Beschäftigungslage nachhaltig zu verbessern.
Zusammenfassend zeigt sich, dass der Arbeitsmarkt im Kreis Höxter stark unter Druck steht, was deutlich durch die herausfordernden Daten belegt wird. Eine umfassende Aufarbeitung der Situation ist notwendig, um zukünftige Entwicklungen erfolgreich zu gestalten.