Am 8. Mai 1945 erklärte Deutschland die bedingungslose Kapitulation, die am 9. Mai in Kraft trat und damit im Wesentlichen das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa markierte. Diese bedeutende Wende wurde von vielen als der Abschluss eines erschütternden Kapitels in der Geschichte Europas wahrgenommen, das im Januar 1933 mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler seinen Anfang nahm. Die Folgejahre waren geprägt von der Errichtung und dem rigiden Durchsetzen einer totalitären Diktatur, wie Knowunity detailliert beschreibt.
Im Jahr 1933 erlebte Deutschland eine der dunkelsten Wendungen seiner Geschichte. Hitlers Machtergreifung begann mit dem Reichstagsbrand, der im Februar zu einer Verordnung führte, die die Grundrechte der Bürger außer Kraft setzte. Im März desselben Jahres unterstützte ein von Gewalt und Einschüchterung geprägter Wahlkampf die NSDAP, die 43,9 Prozent der Stimmen erhielt. Der darauffolgende Beschluss des Ermächtigungsgesetzes gab Hitler weitreichende Vollmachten, Gesetze ohne parlamentarische Zustimmung zu erlassen.
Die Kriegsjahre und der Verfall des Dritten Reiches
Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs verstärkte sich der französische Widerstand gegen die deutschen Besatzer, was zu einem strukturellen Verfall der Wehrmacht führte. Bereits ab 1943 kam es zu massiven Luftangriffen der Alliierten auf deutsche Großstädte, die zu fast einer halben Million Toten und enormen Zerstörungen führten. Die deutsche Luftverteidigung war nicht in der Lage, der Übermacht der Alliierten standzuhalten. Trotz dessen mobilisierte das NS-Regime alle verfügbaren Kräfte und zur selben Zeit grenzte es die eigene Bevölkerung durch Propaganda und den Glauben an einen „Endsieg“ ein.
Während die Rote Armee im Frühjahr 1945 mit Großangriffen die Front schnell durchbrach, befahl Hitler am 19. März 1945 mit dem sogenannten „Nero-Befehl“ die Zerstörung aller militärischen und zivilen Anlagen, um dem Feind keinen Nutzen zu lassen. Diese Abwehrmaßnahmen scheiterten jedoch. Akte der Verzweiflung, wie Hitlers Ardennen-Offensive im Dezember 1944, endeten kläglich.
Der Fall Berlins und die Kapitulation
Der Kampf um Berlin begann am 16. April 1945, als sowjetische Truppen die letzten deutschen Verteidigungslinien angriffen. Am 30. April nahm die Tragödie ihren Lauf, als Adolf Hitler und Eva Braun sich das Leben nahmen. Berlin kapitulierte schließlich am 2. Mai 1945, gefolgt von Deutschlands bedingungsloser Kapitulation am 8. Mai, die am 9. Mai wirksam wurde. Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt diesen Wendepunkt als eine Befreiung, die jedoch den Weg für die Nachkriegsordnung ebnete.
Japan setzte den Krieg zunächst fort, bis die Kapitulation am 15. August 1945 unterzeichnet wurde. Das Ende des Zweiten Weltkriegs wurde damit endgültig am 2. September 1945 besiegelt. Der 8. Mai bleibt als Tag der Kapitulation und der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in Erinnerung, während die dunkle Zeit der Diktatur und des Krieges im kollektiven Gedächtnis verankert bleibt.