Am 30. März 2025 setzte die Sparkasse Neunkirchen ihre Vortragsreihe „Business Talk“ fort, die die Aufmerksamkeit auf zentrale wirtschaftliche Themen lenkt. Die Veranstaltung, die von der Sparkassen-Vorstandsdirektorin Gertrude Schwebisch eröffnet wurde, fand in der Sparkassen Lounge statt und zog etwa 80 Gäste aus Politik und Wirtschaft an.
Im Mittelpunkt des Abends standen geopolitische Spannungen, die aktuelle Zinsentwicklung sowie die Zukunft der Finanzmärkte. Der Fachvortrag von Friedrich Mostböck mit dem Titel „Ausblick 2025: Geopolitik, Wirtschaft und Finanzmärkte“ gab den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die bestehenden Herausforderungen und Chancen.
Gesprächspartner und Themen
Unter den Anwesenden befanden sich prominente Vertreter, wie Bürgermeisterin Klaudia Osztovics, der Wimpassinger Bürgermeister Walter Jeitler, Enzenreiths Ortschef Dirk Rath sowie Karl Stranz und Rupert Dworak, Präsident des Pensionistenverbandes. Bernhard Dissauer-Stanka, Leiter der WKNÖ-Bezirksstelle Neunkirchen, bereicherte die Diskussion ebenfalls.
Ein weiterer wichtiger Beitrag kam von René Panholzer, Compliance Officer der Sparkasse Neunkirchen, der über Anlegerschutz sprach. Er hob die Relevanz eines soliden rechtlichen Rahmens zur Sicherstellung von Investorensicherheit hervor.
Finanzierungsbedingungen und Marktstatus
Die Themen der Veranstaltung stehen auch im Kontext der jüngsten Entwicklungen auf den Finanzmärkten. Laut GDV haben sich die Finanzierungsbedingungen durch eine erfolgreiche Inflationsbekämpfung sowie die Zinswende der Notenbanken verbessert. Im Jahr 2024 zeigten sich die Finanzmärkte überwiegend positiv, und aktueller Stress im Finanzsystem ist nicht verzeichnet.
Dennoch bleiben die Risiken im Finanzsystem hoch. Geopolitische Konflikte, wie die bevorstehenden US-Wahlen und die Unsicherheit bezüglich der Ampel-Koalition in Deutschland, erhöhen die makroökonomische Unsicherheit. Darüber hinaus wurde auf die Wachstumsschwäche in Deutschland und im Euroraum hingewiesen, die als wesentlicher Risikofaktor gilt.
Regulierung und Stabilität
Die Diskussion über einen möglichen Bürokratieabbau ist besonders relevant für die Beseitigung struktureller Wachstumshemmnisse in Deutschland und Europa. Zudem ist der Versicherungssektor weiterhin robust, was auf eine solide Widerstandsfähigkeit der Finanzinstitutionen hinweist, die jüngst unter Beweis gestellt wurde.
Die Problematik übermäßiger oder komplexer Regulierung mündet in die Frage nach der Stärkung der Finanzstabilität. Laut MeinBezirk erfordert dies eine Orientierung der Regulierung an materiellen Risiken sowie das Prinzip der Proportionalität, um langfristige Stabilität im Finanzbereich zu gewährleisten.
Insgesamt spiegeln die Diskussionen des Abends, gepaart mit aktuellen Analyse- und Risikoeinschätzungen, die Notwendigkeit wider, die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen proaktiv anzugehen, um die finanzielle Zukunft nachhaltig zu gestalten.