In den letzten Jahren hat die Gedenkstätte für den katholischen Priester Franz Stock in Arnsberg-Neheim erhebliche Unterstützung erhalten. Aktuell fördert die NRW-Stiftung mit einem Zuschuss von bis zu 50.000 Euro die Modernisierung und Erweiterung dieser wichtigen Begegnungsstätte. Dies geschieht im Anschluss an eine frühere Förderung von bis zu 90.000 Euro im Jahr 2020, welche bereits zur Verbesserung der Gedenkorte beigetragen hat, wie blickpunkt-arnsberg-sundern-meschede.de berichtet.
Die Gedenkstätte erinnert an das Leben und Wirken von Franz Stock, der während des Zweiten Weltkriegs in den Gefängnissen von Paris als Seelsorger tätig war. Papst Johannes XXIII. bezeichnete ihn als „Programm, nicht nur einen Namen“. Stock betreute über 2.000 französische Insassen und stand ihnen in den letzten Momenten zur Seite. Dabei wurde er als „Seelsorger der Hölle“ bekannt, was die Barmherzigkeit und den Mut verdeutlicht, die er in einer brutalen Zeit zeigte. Seine Überzeugungen und seine Liebe zur Menschlichkeit machen ihn zu einem herausragenden Symbol für deutsch-französische Freundschaft, wie auf derdom.de hervorgehoben wird.
Erweiterte Gedenkangebote
Das Franz-Stock-Komitee plant eine Reihe von Aktivitäten, um das Erbe Stocks zu würdigen und bekannt zu machen. Dazu gehört die Eröffnung einer neuen ARTE-Dokumentation über Stock, die am 1. April 2025 ausgestrahlt wird. Zudem ist ein neues, zweisprachiges Buch über das Leben von Franz Stock erschienen, das zum Preis von 12,50 Euro erhältlich ist. In einem Schulwettbewerb entstand ein Kinderbuch über seinen Werdegang, welches für 7 Euro zu erwerben ist.
Ein weiteres ausgezeichnetes Medium, um Stocks Denken zu erfassen, ist eine Graphic Novel, die im Bonifatius-Verlag Paderborn veröffentlicht wurde und für 14 Euro erhältlich ist. Diese verschiedenen Publikationen sollen dazu beitragen, die Bedeutung Stocks für künftige Generationen zu verdeutlichen.
Gedenken und Veranstaltungen
Die Gedenkstätte im Elternhaus Stocks ist jeden Mittwoch von 14:00 bis 16:00 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Eine Ausnahme bildet der 17. August 2025, an dem ein Friedensweg zum Borberg in Erinnerung an Franz Stock stattfinden wird.
Zusätzlich zu den laufenden Aktivitäten hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz das Elternhaus von Franz Stock besucht. Hierbei gab es Gespräche mit Vertretern des Franz-Stock-Komitees, um die weitere Zusammenarbeit und die zukünftige Ausrichtung der Gedenkstätte zu besprechen.
Denkmal und Würdigung
Das Denkmal von Franz Stock in Neheim, das von dem Bildhauer Josef Rikus geschaffen wurde, ist ein zentraler Bestandteil der Erinnerungskultur. Es zeigt einen Engel, der seine rettende Hand ausstreckt, und ist vor der St.-Johannes-Kirche aufgestellt. Die Inschrift würdigt Stocks Einsatz und beschreibt ihn als „Boten des Friedens“ und „Zeugen göttlicher Liebe in einer Welt voller Hass“. Die Gestaltung der hohen Schiefertafeln verdeutlicht die Kälte des Materials und die Tiefe der menschlichen Erniedrigung.
In Anbetracht der weiterhin relevanten Themen, die Franz Stock anspricht, bleibt die Gedenkstätte ein Ort des Lernens und der Reflexion über den Frieden und die Überwindung von Hass und Intoleranz.