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Samstag, 5. April 2025

Butzbach Open Air 2025: Feuerschwanz und Jan Delay rocken die Bühne!

Butzbach Open Air 2025: Feuerschwanz und Jan Delay treten auf; ESC-Vertreter Abor & Tynna zeigen ihr neues Lied „Baller“.

Daniela Schmitt: Neue FDP-Chefin in stürmischen Zeiten!

Daniela Schmitt wird am 5. April 2025 neue FDP-Landesvorsitzende in Rheinland-Pfalz. Nächste Schritte und Herausforderungen stehen an.

Ein Abschied von Legende: FCK-Trainer gedenkt Wolfgang Schnarr

Wolfgang Schnarr, ehemaliger Torwart des 1. FC Kaiserslautern, verstarb am 27. März 2025. Er war eine Legende des Vereins.

Friseure in Not: Steigende Preise und Schattenwirtschaft bedrohen Branche!

Die Friseurbranche in Deutschland sieht sich gegenwärtig mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Trotz einer allgemeinen Anerkennung des Friseurberufs in der Bevölkerung, muss die Branche gegen die wachsende Gefahr von Schwarzarbeit und unlauterem Wettbewerb ankämpfen. Friseurmeister Werner Lieb aus St. Ingbert bringt es auf den Punkt: Gepflegtheit ist für viele Menschen essenziell, doch die Preispolitik in der Branche ist durch unlautere Praktiken gefährdet. Immer wieder wird laut, dass viele Salons an Sozialabgaben sparen, um günstigere Preise anbieten zu können. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Betriebe Mitarbeiter lediglich als „geringfügig beschäftigt“ anmelden, während diese tatsächlich Vollzeit arbeiten und oft unter der Hand höhere Löhne erhalten

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Die Situation wird durch den Geschäftsführer der Friseurinnung, Mirko Karkowsky, zusammengefasst. Er bezeichnet den steuerfreien Jahresumsatz von 25.000 Euro, unter dem Kleinunternehmen operieren können, als unrealistisch und fordert eine striktere Einhaltung der Mindestlöhne und Sozialabgaben. Karkowsky sieht die Notwendigkeit für mehr Kontrollen und betont, dass faire Löhne für eine gesunde Marktstruktur unabdingbar sind. Die Diskussion über die aktuelle Lage in der Friseurbranche wurde jüngst in der Sendung „Region am Mittag“ auf SR 3 Saarlandwelle thematisiert und offenbart die Nöte der Betriebe.

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Preisanpassungen und wirtschaftliche Unsicherheiten

Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, obwohl der Umsatz der Friseurbranche im Jahr 2022 bei 7,07 Milliarden Euro lag, was einem Plus von 19,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung ist allerdings hauptsächlich auf den Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen und die steigende Inflation zurückzuführen. Die Kunden zeigen jedoch insgesamt Zurückhaltung; sie besuchen Friseure seltener als vor der Pandemie. Dies führte zu einer notwendigen Preisanpassung: Die Preise für Friseurdienstleistungen stiegen 2023 um durchschnittlich 7,2% für Damenhaarschnitte, 7,6% für Herrenhaarschnitte und 7,3% für Kinderhaarschnitte

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Diese Preiserhöhungen liegen über der allgemeinen Teuerungsrate von 5,9%, was die finanziellen Belastungen der Betriebe als drückend darstellt. Laut dem Handwerksblatt bleibt die Überlebensfähigkeit vieler Salons unsicher, insbesondere weil 70% der rund 80.000 Friseursalons in Deutschland Kleinstbetriebe mit weniger als fünf Beschäftigten sind. Der Zentralverband des Friseurhandwerks fordert daher wirtschaftliche Entlastungen für die Betriebe, um die Herausforderungen der Branche besser bewältigen zu können.

Die Zukunft der Branche im Blick

Trotz der Herausforderungen zeigt sich, dass der Friseurberuf nach wie vor nachgefragt ist. Im Jahr 2023 begannen 13.509 Auszubildende ihre Lehrzeit, obwohl dies einem Rückgang von 4,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Positiv hervorzuheben ist der Anstieg männlicher Auszubildender, dessen Anteil auf 32,8% gewachsen ist. Damit belegt das Friseurhandwerk weiterhin Platz 22 der ausbildungsstärksten Berufe und Platz 9 unter weiblichen Auszubildenden.

Der Blick auf die Zukunft der Branche bleibt jedoch besorgt. Prognosen für 2025 deuten auf anhaltende Schwierigkeiten beim Nach- und Fachkräftegewinnung hin. Die Kombination aus Fachkräftemangel, unlauterer Konkurrenz und wirtschaftlicher Unsicherheit könnte die weitere Entwicklung der Friseurbranche maßgeblich beeinflussen. Deshalb ist politischer Rückhalt und Unterstützung für eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Friseurhandwerk unerlässlich.

Weitere Informationen, Referenzen & Quellen:

https://www.sr.de/sr/sr3/themen/politik_wirtschaft/schwarzarbeit_friseure_land_100.html
https://www.handwerksblatt.de/betriebsfuehrung/friseurbranche-in-deutschland-kaempft-trotz-hoeherer-preise

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