Hamburg

Chefarzt am UKE freigestellt: Schwere Vorwürfe und Konsequenzen

Neue Prüfungen und Konsequenzen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat kürzlich Maßnahmen ergriffen, nachdem fast 40 Mitarbeiter, darunter Ärzte, schwerwiegende Vorwürfe gegen einen Chefarzt erhoben hatten. Diese Vorwürfe beziehen sich auf Komplikationen bei Operationen, unangemessenes Verhalten gegenüber Mitarbeiterinnen und Patienten sowie fragwürdige OP-Techniken.

Bedrohliche Situationen bei Operationen?

Die Mitarbeiter des UKE kritisierten insbesondere die Vorgehensweise des betreffenden Arztes bei Operationen. Es wurde behauptet, dass in einigen Fällen die angewandten OP-Techniken für andere Ärzte nicht nachvollziehbar waren. Noch besorgniserregender war die Behauptung, dass es zu gefährlichen Nachblutungen bei Patienten gekommen sei. Zudem soll es Fälle gegeben haben, in denen Ärzte auf Anweisung operierten, ohne die Beschwerden der Patienten zu kennen.

Außerdem wurde behauptet, dass der Mediziner unangemessenes Verhalten gegenüber weiblichen Beschäftigten gezeigt habe.

Vorsorgliche Maßnahmen des Klinikums

Das UKE hat auf die Vorwürfe reagiert, indem der Chefarzt während der laufenden Untersuchungen „vorsorglich und widerruflich freigestellt“ wurde. Inzwischen haben zwei leitende Ärzte die Aufgaben des Chefarztes übernommen. Friederike Schulz, Leiterin der Unternehmenskommunikation des UKE, betonte, dass das Klinikum jeden Hinweis auf mögliches Fehlverhalten ernst nehme und entsprechende Angaben prüfe.

Das UKE hat erklärt, dass bisher keine Beweise für eine Gefährdung von Patienten oder Behandlungsfehler vorliegen. Der Chefarzt bleibt bis zum Abschluss der Prüfung freigestellt, während die Vorwürfe gegen ihn weiterhin geprüft werden.

NAG

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