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Dienstag, 1. April 2025

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Solarkraft trifft Landwirtschaft: Zukunftsprojekt in Osthessen startet!

In Maberzell, unweit von Fulda, wird ein innovativer Solarpark mit Agri-Photovoltaik geplant, der sowohl erneuerbare Energie erzeugt als auch landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht. Dies ist das erste Agri-PV-Projekt in Osthessen, das eine Flächennutzung über die reine Stromproduktion hinaus in den Fokus stellt. Der Solarpark wird am Schindgraben, direkt an der Bahntrasse der Vogelsbergbahn, auf etwa 13 Hektar Fläche errichtet. Dies entspricht der Größe von rund 18 Fußballfeldern und könnte ausreichend Strom für etwa 3.300 Haushalte liefern.

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Die geplante Solaranlage hat eine Leistung von etwa 10 Megawatt und wird jährlich voraussichtlich 11,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Die Solarmodule, die aufgeständert werden, um Platz für Pflanzen zu schaffen, werden in einer Höhe von etwa 2,1 Metern installiert. Unter den Solarpanels sind Bio-Johannisbeeren als Hauptkultursorte vorgesehen. Der Abstand der Solarmodule beträgt über sechs Meter, was die effiziente Nutzung der Fläche fördert.

Vorteile der Agri-Photovoltaik

Agri-Photovoltaik kombiniert landwirtschaftliche Produktion mit der Erzeugung erneuerbarer Energie auf der gleichen Fläche. Laut dem BMEL ermöglicht dieses Konzept eine effiziente Flächennutzung und kann gleichzeitig den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft senken. Mehr als 85 Prozent der Fläche bleiben weiterhin für die landwirtschaftliche Nutzung erhalten, was die Diversifizierung der Einkommensströme für die Betriebe unterstützt.

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Die staatlichen Initiativen und Förderungen zielen darauf ab, mindestens 50 Prozent des Zubaus an Photovoltaikanlagen auf Dachflächen zu realisieren, aber auch der Zubau von Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist mit einem maximalen Netto-Zubau von 80 GW bis 2030 vorgesehen. Dies zeigt den klaren Trend hin zu dualer Flächennutzung, was den Bedürfnissen der landwirtschaftlichen Betriebe und den Klimazielen der Bundesregierung entspricht.

Der Erfolg von Agri-PV hängt jedoch nicht nur von der technischen Machbarkeit ab, sondern auch von der Akzeptanz in der Bevölkerung. Eine frühzeitige Bürgerbeteiligung ist entscheidend. Stadtverordnete in Fulda haben bereits ihre Zustimmung zu dem Projekt signalisiert, das zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde generieren könnte.

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Zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen

Die Bauleitplanung für den Solarpark in Maberzell läuft bereits, und das Baurecht könnte im Jahr 2025 vorliegen. Ein Baubeginn in der ersten Jahreshälfte 2026 ist in Aussicht. In einer jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde die Doppelnutzung der Fläche, die sowohl Energieproduktion als auch landwirtschaftliche Erträge ermöglicht, positiv bewertet. Dies zeigt, dass das Projekt nicht nur ökonomisch Sinn macht, sondern auch einen Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität leisten könnte.

Darüber hinaus wird in Kämmerzell ein weiterer Solarpark mit einer Stromerzeugung von rund 8.000 Megawattstunden pro Jahr auf 9,4 Hektar geplant. Ein Bürgersolarpark in Burghaun hat kürzlich den Betrieb aufgenommen, was die wachsende Rolle von Solartechnologien in der Region unterstreicht.

Der Ansatz der Agri-Photovoltaik gewinnt zunehmend an Bedeutung, da er nicht nur zur Energiewende beiträgt, sondern auch die Resilienz landwirtschaftlicher Betriebe stärkt. Laut den Experten im Fraunhofer ISE stellt Agri-PV eine vielversprechende Verbindung zwischen landwirtschaftlicher Erzeugung und erneuerbarer Energie dar, die beiden Sektoren zugutekommt und somit zur Erreichung der Klimaziele beiträgt.

Weitere Informationen, Referenzen & Quellen:

https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/agri-solarpark-sonne-strom-und-johannisbeeren-fulda-bekommt-ersten-93657054.html
https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/klimaschutz/Agri-PV.html

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