Im beliebten Ausflugslokal „Herkules-Terrassen“ am Kasseler Bergpark müssen Gäste derzeit auf alkoholische Getränke verzichten. Betreiber Karsten Lichtenberg wandte sich kürzlich mit der Mitteilung an die Öffentlichkeit, dass er noch keine Schankerlaubnis für den Verkauf von Alkohol erhalten hat. Seit Februar sind die „Herkules-Terrassen“ nach einem Betreiberwechsel wieder geöffnet, und während viele Besucher die angebotenen Kaffee- und Kuchenvariationen genießen, kommt es bei den alkoholischen Getränken zu Frustrationen.
Lichtenberg hat die erforderlichen Unterlagen für die Genehmigung bereits im Januar eingereicht, nachdem er eine Betriebs-GmbH gegründet hat. Der Prozess der Genehmigung wird jedoch durch bürokratische Hürden beeinflusst. Insbesondere müssen höhere Anforderungen erfüllt werden, zu denen unter anderem ein Führungszeugnis, eine Bescheinigung vom Finanzamt und Auszüge aus Schuldnerverzeichnissen gehören. „Die Genehmigung hängt aktuell an der Gewerberegisterauskunft, die mir persönlich zugestellt wurde“, erklärte Lichtenberg.
Bürokratische Hürden verzögern Genehmigung
Die Stadt Kassel hat verlauten lassen, dass die Unterlagen für die Schankerlaubnis bislang nicht vollständig vorliegen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Dokumenten, die direkt von der ausstellenden Behörde benötigt werden. Lichtenberg wartet darauf, dass die Stadt die erforderlichen Bescheinigungen erhält. Er erwartet, „dass die Genehmigung bis Ende April erteilt wird“, da in Kürze eine geschlossene Festgesellschaft zu erwarten ist.
Um eine Schankerlaubnis zu erlangen, müssen spezifische Auflagen erfüllt werden. Nach Informationen von Verwaltungsportal Hessen ist es notwendig, einen Antrag auf vorübergehende Gestattung eines Gaststättenbetriebes zu stellen. Diese Erlaubnis wird nicht nur für Schankbetriebe benötigt, sondern auch, wenn alkoholische Getränke in anderen Gewerbebetrieben angeboten werden.
Hohe Erwartungen an den Standort
Der Erfolg der „Herkules-Terrassen“ könnte durch die Implementierung der Schankerlaubnis maßgeblich gesteigert werden. Viele Gäste äußern den Wunsch nach einem umfassenderen Angebot, das auch den Ausschank alkoholischer Getränke umfasst. Bisher müssen sie auf diese verzichten, was die Attraktivität des Lokals etwas schmälert.
Lichtenberg, der bereits Erfahrung mit schnelleren Genehmigungsprozessen aus seiner Zeit als Betreiber eines Freibad-Bistros hat, äußerte, dass er optimistisch sei und auf baldige Genehmigung hoffe. Die Erwartungen an den Standort und das bestehende Angebot sind hoch, und diese Genehmigung könnte einen entscheidenden Unterschied im Erlebnis der Gäste machen.
Für die vorübergehende Gestattung von alkoholischen Getränken gibt es laut Verwaltungsportal Hessen Möglichkeiten, eine zeitlich befristete Schankerlaubnis zu beantragen, die in speziellen Anlässen wie Stadtfesten erleichtert erlangt werden kann. Doch für die „Herkules-Terrassen“ bleibt die Einhaltung der aktuellen Vorgaben der Stadt Kassel zunächst der Schlüssel, um das erhoffte vollständige Angebot zu realisieren.