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Donnerstag, 3. April 2025

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Umbenennung der Universität Kassel: Ein Rückblick auf Münster!

In der Debatte um die Umbenennung von Institutionen wird der Fall der Universität Münster oft als Beispiel herangezogen. Unter der Leitung von Jutta Allmendinger wurde ein namhafter Vorschlag zur Umbenennung laut: Elisabeth Selbert, eine der Mütter des Grundgesetzes, könnte künftig für die Hochschule stehen. Ein weiterer Namensvorschlag stammt von Sophie Henschel. Diese Überlegungen kommen vor dem Hintergrund, dass die Universität Münster sich 2023 von ihrem früheren Namensgeber, Kaiser Wilhelm II., getrennt hat. Dieser Schritt war nicht nur ein symbolischer, sondern auch ein tiefgreifender Prozess, der mit historischer Kritik an Wilhelm II. verbunden war und von der Studierendenschaft gefordert wurde.

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Wie HNA berichtet, hat die Universität Münster 41.000 Studierende und konnte in ihrer Historie seit der Gründung im Jahr 1780 insgesamt fünf Umbenennungen verzeichnen. Die jüngste Namensänderung dauerte fünf Jahre und erregte mit nur rund 20 kritischen Rückmeldungen vergleichsweise wenig Widerstand. Dabei hatten Studierende bereits 2018 einen kritischen Umgang mit dem Namen Kaiser Wilhelm II. gefordert. Im Rahmen dieser Forderungen wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um ein Konzept und Maßnahmenkatalog für die Umbenennung zu erstellen.

Details zur Umbenennung

Der Senat der Universität Münster beschloss am 5. April 2023, den Namen Wilhelm II. aus dem Universitätsnamen zu streichen. Künftig tritt die Hochschule unter dem Namen „Universität Münster“ auf. Dieses Vorhaben wurde am 1. Oktober 2023 offiziell wirksam und vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur genehmigt. Das Projekt „Zur Sache WWU“, das auf eine Anregung der Studierenden zurückgeht, bildete die Grundlage für die Entscheidungen. Der Abschlussbericht des Projekts wurde am 25. Januar 2023 im Senat vorgestellt und zeigte auf, dass Wilhelm II. keine lebendige Tradition mit der Universität verbindet.

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Die Umbenennung wurde als schleichender Prozess beschrieben, in dem keine alten Materialien vernichtet wurden. Was die finanziellen Aspekte betrifft, wird von einem Aufwand im sechsstelligen Bereich ausgegangen, ohne viele Millionenbeträge zu erreichen. Dies steht im Kontrast zur Universität Kassel, die für ihre Umbenennung einen deutlich höheren Aufwand anführt.

Öffentliche Diskussionen und Risiken

Die Universität Münster stellte zudem klar, dass offizielle Dokumente, die vor dem 1. Oktober 2023 ausgestellt wurden, weiterhin Gültigkeit haben und nicht umgetauscht werden müssen. Fragen zur Namensänderung können an Norbert Robers, den Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, gerichtet werden. Es gibt zudem keine Pläne für einen Erinnerungsort an Wilhelm II., und Informationen über die geschichtlichen Hintergründe werden auf der Homepage der Universität sowie in Ausstellungen bereitgestellt.

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Die Erfahrung der Universität Münster kann als wertvolle Empfehlung für andere Institutionen wie die Universität Kassel dienen, die sich ebenfalls mit der Thematik auseinandersetzen. Besonders die Schwierigkeiten, auf die die Universität Tübingen bei ihrem eigenen Umbenennungsprozess stieß, unterstreichen die Komplexität solcher Entscheidungen. Diese Hochschule hatte knapp an einer Mehrheit im Senat gescheitert, was für die Universitäten im Prozess der Namensänderung eine große Herausforderung darstellen kann. Der Rat der Münsteraner Hochschule betont, dass es wichtig sei, sich Zeit zu nehmen und ergebnisoffen an den Prozess heranzutreten.

Insgesamt zeigt sich, dass die Namensänderung einer institutionellen Identität nicht nur eine technische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Dimension hat, die es zu beachten gilt.

Weitere Informationen, Referenzen & Quellen:

https://www.hna.de/kassel/neuer-namen-fuer-uni-muenster-hat-das-schon-mehrfach-hinter-sich-93659959.html
https://www.uni-muenster.de/kommunikation/FAQ_umbenennung.html

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