Seit dem 25. März 2025 wird Pawlos, ein sechzehnjähriger autistischer Junge aus Waldbrunn (Limburg-Weilburg), in Weilburg, Hessen, vermisst. Sein Verschwinden ereignete sich nach dem Mittagessen um 12:30 Uhr, als er ohne Vorwarnung das Klassenzimmer verließ. Dieses plötzliche Fortgehen wurde von den Aufsichtspersonen nach weniger als einer Minute bemerkt. Sofort wurden Suchmaßnahmen im Schulgebäude und auf dem Schulgelände eingeleitet. Innerhalb von 15 Minuten waren Polizei und Eltern informiert, doch die Spur von Pawlos verliert sich am Bahnhof, nur wenige Hundert Meter von der Schule entfernt.
Die mittlerweile 450 Einsatzkräfte, unterstützt von zahlreichen Freiwilligen, suchen intensiv nach dem Jungen. Diese Bemühungen umfassen den Einsatz von Hubschraubern, Hundestaffeln sowie die Durchsuchung von Gewässern, da viele autistische Kinder eine Vorliebe für Wasser haben. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat den Helfern gedankt und die Hoffnung geäußert, dass Pawlos bald gefunden wird. Bis zum 30. März 2025 bleibt der Junge weiterhin vermisst, und die Suche wird fortgesetzt.
Suchmaßnahmen und Herausforderungen
Erste Hinweise auf Pawlos wurden durch Videomaterial erhalten, das ihn am Bahnhof zeigt. Ein aufmerksamer Passant half ihm, aus einer Gefahrenzone auf einer befahrenen Straße. Die Polizei hat zahlreiche Hinweise von der Bevölkerung erhalten, die in einem dreistelligen Bereich liegen. Diese Rückmeldungen flankieren die Schwierigkeiten, die mit der Suche verbunden sind, da Pawlos als hilflos und räumlich desorientiert gilt. Bei der Suche wird dringend geraten, keine lauten Rufe zu verwenden, um den Jungen nicht zu erschrecken. Stattdessen kommen Polizei-Autos zum Einsatz, die Tonaufnahmen von Pawlos‘ Mutter abspielen, um ihn anzulocken. Zudem wurden bunte Luftballons in der Stadt aufgehängt, um seine Aufmerksamkeit zu wecken.
Die besondere Situation von Pawlos als autistisches Kind stellt die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen. Experten wie die Sonderpädagogin Sarah Weber betonen, dass autistische Kinder Reize anders wahrnehmen und sich oft in unbekannten Situationen gestresst oder orientierungslos fühlen. Aufgrund dieser Verhaltensweisen könnte sich Pawlos an ruhige Orte zurückziehen, was die Suche erschwert. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus, geht jedoch nicht davon aus, dass eines vorliegt.
Aufruf zur Mithilfe
Bürgermeister Johannes Hanisch appellierte an die Bevölkerung, in Gärten und Anliegerstraßen nach Pawlos zu suchen. Jeder, der auf den Jungen aufmerksam wird, sollte den Polizeinotruf unter 110 wählen oder sich direkt an eine Polizeidienststelle wenden. Pawlos wird beschrieben als ein Junge mit dunkler Hautfarbe und dunklen Haaren, der einen gestreiften Pullover und eine graue Jeans trägt. Diese detaillierte Beschreibung soll helfen, ihn rasch zu identifizieren.
Die Suche nach Pawlos wird sowohl tagsüber als auch nachts fortgesetzt. Zahlreiche Einsatzkräfte geben ihr Bestes, um den Jungen zu finden und ihn sicher zu seiner Familie zurückzubringen. Die Zuschauer und die Medien sind aufgerufen, mit der Polizei zusammenzuarbeiten, um Pawlos aufzufinden und ihm zu helfen, sicher nach Hause zu gelangen. Die Lage bleibt angespannt, doch die Hoffnung auf eine glückliche Wiedervereinigung bleibt stark.