Am Donnerstag, dem 10. April 2025, um 19 Uhr findet im Hambacher Schloss das erste „Hambacher Gespräch“ statt. Unter dem Titel „Keine Experimente!“ steht das Thema Sicherheit im Mittelpunkt der Veranstaltung. Diese Gesprächsreihe zielt darauf ab, das relevante Thema der Sicherheit aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. In einer von Krisen und Kriegen geprägten Welt ist die Relevanz dieser Diskussion unbestreitbar. Wie die Rheinpfalz berichtet, sind die Diskussionsteilnehmer renommierte Persönlichkeiten aus der Wissenschaft: Professorin Elke Seefried von der RWTH Aachen und Professor Eckart Conze von der Philipps-Universität Marburg.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Interessierte können sich per E-Mail an hambachergespraech@hambacher-schloss.de anmelden.
Bedeutung des Themas Sicherheit
In diesem Jahr widmet sich die Reihe speziell dem Konzept der Sicherheit, das als Grundbedürfnis in Deutschland diskutiert wird. Der historische Bezug zu den deutschen Sicherheitsbedürfnissen wird durch einen Verweis auf den Wahlkampfslogan von Konrad Adenauer während der Bundestagswahl 1957 deutlich, als er über 50 % der Stimmen erhielt – ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Er verdeutlicht, wie zentral das Thema Sicherheit in der politischen Landschaft Deutschlands ist.
Die Veranstalter, darunter die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, das Frank-Loeb-Institut an der RPTU Kaiserslautern-Landau und die Stiftung Hambacher Schloss, betonen die Notwendigkeit, Fragen zur sogenannten „German Angst“ zu erörtern. Diesbezüglich werden historische und psychologische Ursachen der Verunsicherung in Deutschland diskutiert. Trotz der allgemeinen Wahrnehmung Deutschlands als eines der sichersten Länder der Welt bestehen weiterhin Bedenken und Unsicherheiten.
Wissenschaftliche Perspektiven auf Sicherheit
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sicherheit hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Forschungsprojekte, wie die Workshops am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam, beschäftigen sich mit den historischen Dynamiken der Sicherheitsproduktion und den daraus resultierenden gesellschaftlichen Fragestellungen. Der Fokus hierbei liegt unter anderem auf der NS-Vergangenheit deutscher Innenministerien und der Entwicklung von Sicherheitsmaßnahmen im Kontext der Geschichte der beiden deutschen Staaten.
Durch die Planung des „Hambacher Gesprächs“ wird dieses Bewusstsein weiter gefördert. In Anbetracht der aktuellen internationalen Entwicklungen und der damit verbundenen Risken ist die Diskussion um Sicherheit nicht nur relevant, sondern auch dringend erforderlich. Historische Sicherheitsforschung wird soweit als notwendig erachtet, um Lösungen für gegenwärtige gesellschaftliche Problemlagen zu finden, wie auch Eckart Conze in seinen bisherigen Analysen deutlich machte.