Am 1. April 2025 fand der symbolische Spatenstich für die Umgestaltung des Elsässer Platzes in Wiesbaden statt. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) sowie Bürgermeisterin Christiane Hinninger und Bau- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Die Grünen) gaben den Startschuss für das bedeutende Projekt. Ziel des Vorhabens ist die Umwandlung einer derzeit genutzten Parkplatzfläche in einen lebendigen Park, der die Lebensqualität der Bevölkerung erhöhen und den Herausforderungen des Klimawandels Rechnung tragen soll.
Hinninger betonte, dass der neue Park nicht nur als Erholungsort dienen, sondern auch das Kleinklima der Umgebung entscheidend verbessern wird. Durch die Begrünung sei eine Temperaturabsenkung im Sommer um bis zu fünf Grad zu erwarten. Der geplante Park wird verschiedene Gestaltungselemente enthalten, darunter einen Brunnen mit Wasserspielfläche, große Rasenflächen sowie eine Terrasse für Spiele und Aktivitäten.
Nachhaltige Konzepte und städtische Resilienz
Der Ausbau der Grünflächen wird mit einem umfassenden Konzept zur Nachhaltigkeit verbunden. So soll unter anderem mit gebrauchten Natursteinbelägen ein- Ausdruck der Ressourcenschonung erreicht werden. Oberbürgermeister Mende sieht in dieser Umgestaltung einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität im Westend Wiesbadens. Ein entscheidender Faktor für die Umsetzung des Projektes war die Errichtung eines großen Parkhauses in der Nähe, die es ermöglicht, dass insgesamt mehr Parkplätze verfügbar sind. Nach dem Umbau werden 429 Stellplätze in der Quartiersgarage und 75 im nördlichen Teil vorhanden sein.
Im Rahmen der Umgestaltung sind zudem die Pflanzung von 40 klimaresilienten Bäumen sowie die Begrünung mit einer Fläche von 2200 Quadratmetern Sträuchern und Stauden sowie 3000 Quadratmetern Rasen vorgesehen. Um die Regenwassernutzung zu optimieren, estática eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern zur Sammlung von Regenwasser gebaut.
Dies steht im Einklang mit dem einzigartigen Regenwasser-Managementsystem der Stadt Wiesbaden, das über die Klarenthaler Straße in dieses Konzept integriert wird. Das „Schwammstadt-Konzept“ soll dabei helfen, Wasser langfristig im urbanen Raum zu speichern, was angesichts der klimatischen Veränderungen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese innovative Herangehensweise hat sich bereits in anderen Städten wie Leipzig bewährt, wo ähnliche Konzepte zur nachhaltigen Wasserbewirtschaftung erfolgreich umgesetzt wurden. Source 3 beschreibt die Maßnahmen zur Resilienz gegenüber klimabedingten Herausforderungen, die auch in Wiesbaden eine Rolle spielen.
Finanzielle Unterstützung und Ausblick
Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“, wobei Zuschüsse in Höhe von 660.000 Euro von Bund und Land akquiriert wurden. Insgesamt wird in das Stadtgrün eine Summe von rund 7,6 Millionen Euro investiert. Die Fertigstellung des Umbaus ist für den Herbst 2026 geplant und wird hoffentlich eine Verbesserung der Lebensqualität in der Region mit sich bringen, die auch durch die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel gefördert wird. Diese Strategie unterstützt Maßnahmen zur Anpassung und zeigt, wie wichtig eine umweltgerechte Stadtentwicklung ist.Source 2
Mit der Umwandlung des Elsässer Platzes in einen Park zeigt Wiesbaden nicht nur Engagement für mehr Grünflächen, sondern setzt auch ein deutliches Zeichen in Richtung Klimaanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung. Es bleibt abzuwarten, wie diese Maßnahmen sich auf das städtische Klima und die Lebensqualität der Bewohner auswirken werden.