Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit werden Zecken wieder aktiver, und das Risiko einer Übertragung von Krankheiten durch diese kleinen Parasiten steigt. Heute, am 6. April 2025, haben Gesundheitsexperten eine wichtige Mitteilung gemacht. Laut WDR ist das Risiko einer Infektion durch Zecken jedoch nicht sehr hoch. In Risikogebieten tragen nur etwa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken die gefährlichen FSME-Viren. Hinzu kommt, dass Zecken auch Träger von Borreliose sind, einer bakteriellen Erkrankung, die in ganz Deutschland vorkommt. Es gibt aktuell keine bundesweite Meldepflicht für diese Infektion, doch das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Zahl der jährlichen Borreliose-Fälle auf 80.000 bis 120.000.
Unbehandelt kann Borreliose schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, einschließlich Gelenk-, Herzmuskel- und Nervensystementzündungen. Während Spätfolgen durch Antibiotika behandelt werden können, gelingt dies in einigen wenigen Fällen nicht. Ein besonders besorgniserregender Aspekt ist, dass derzeit keine Impfung gegen Borreliose verfügbar ist.
Schutzmaßnahmen und Empfehlungen
Um sich vor Zeckenstichen und deren potenziellen Auswirkungen zu schützen, empfehlen Experten verschiedene Maßnahmen. Einfach umsetzbare Präventionsstrategien umfassen das Tragen geschlossener Schuhe, Socken, langer Hosen und langärmeliger Oberteile, besonders bei Aufenthalten in Wald- und Wiesenlandschaften. Auch spezielle Antizeckenmittel, die jedoch nur für etwa zwei Stunden wirken, können hilfreich sein.
Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper sorgfältig nach Zecken abgesucht werden. Falls doch ein Stich erfolgt, ist es wichtig, die Zecke zügig mit einer Pinzette oder Zeckenzange gerade herauszuziehen, um eine Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Anschließend sollte die Einstichstelle gut desinfiziert werden.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in Risikogebieten leben oder in Berufen tätig sind, die sie einem höheren Risiko aussetzen, wie in der Forst- oder Landwirtschaft. Diese Impfung wird von den meisten gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Zecken und ihre Lebensweise
Zecken, die zu den Gliederfüßern und zur Klasse der Spinnentiere gehören, sind Ektoparasiten, die Blut von Wirbeltieren, einschließlich Menschen, saugen. Es sind etwa 900 Zeckenarten bekannt, und einige von ihnen übertragen Zoonosen. Dabei ist zu beachten, dass Zecken in der bodennahen Vegetation wie hohem Gras, Büschen und Unterholz leben. Während sie in ganz Deutschland vorkommen, werden FSME-Risikogebiete oft mit reinem Zeckengebiet gleichgesetzt, was nicht korrekt ist.
Die Übertragung von FSME-Viren erfolgt sofort beim Stich, da diese in den Speicheldrüsen der Zecke sitzen. Schutzmaßnahmen sollten daher proaktiv ergriffen werden, bevor es zu einem Zeckenstich kommt. Einige spezifische Empfehlungen umfassen:
- Impfung gegen FSME
- Tragen von langer Kleidung
- Verwendung von Anti-Zeckenspray
- Gründliches Absuchen nach Aufenthalten im Freien
Zusammenfassend ist der bewusste Umgang mit Zecken und die rechtzeitige Ergreifung von Hygienemaßnahmen entscheidend, um einer Ansteckung mit FSME oder Borreliose aktiv vorzubeugen. Mit der richtigen Vorsorge können Menschen die Zeit im Freien unbeschwert genießen.