Am vergangenen Samstag fand in Bensheim eine umfassende Katastrophenschutzübung statt, die der Vorbereitung auf mögliche Notfälle diente. Insgesamt nahmen rund 500 Teilnehmende aus verschiedenen Institutionen an der Simulation eines längeren Stromausfalls teil, der aufgrund eines technischen Defekts im örtlichen Umspannwerk ausgelöst wurde. Diese Übung sollte nicht nur die Handlungsfähigkeit der Rettungskräfte testen, sondern auch wichtige Schwachstellen in den Notfallstrukturen identifizieren, wie rheinmainverlag.de berichtet.
Die geübten Szenarien umfassten eine Vielzahl möglicher Krisensituationen, darunter Brände, Verkehrsunfälle durch ausgefallene Ampeln sowie Engpässe bei der Trinkwasserversorgung und der Löschwasserversorgung. Unter anderem wurde die Notstromversorgung der Feuerwehrhäuser geprobt und die temporäre Unterbringung von bis zu 50 Personen simuliert. Ein zentraler Aspekt war auch die Rettung von Personen aus steckengebliebenen Aufzügen.
Besondere Herausforderungen
Landrat Christian Engelhardt und Bürgermeisterin Christine Klein hoben die Bedeutung des Katastrophenschutzes hervor. Nach der Übung waren beide erfreut über die gute Organisation und die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Kräfte, die sich facettenreich in die Übung einbrachten. Bei insgesamt 42 verschiedenen Szenarien konnten die Teilnehmenden unter Beweis stellen, wie wichtig eine umfassende Vorbereitung auf Notfälle ist.
Die Übung verdeutlichte auch, dass Stromausfälle durch verschiedene Ursachen wie Unwetter, technische Defekte oder Überlastungen ausgelöst werden können. Laut stromausfall.org können gute Vorbereitungen die Auswirkungen eines Blackouts erheblich minimieren und damit die Sicherheit der Haushalte gewährleisten.
Vorbereitungsmaßnahmen für den Ernstfall
Wichtige technische Ausrüstung für die Vorbereitung auf unerwartete Stromausfälle umfasst Stromausfallmelder zur frühzeitigen Warnung und unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) für technische Geräte wie Router und Computer. Mobile Stromquellen wie Powerbanks sollten ebenfalls zur Verfügung stehen, um Smartphones aufladen zu können. Für wirkliche Notfälle sind darüber hinaus Stromgeneratoren für größere Geräte wie Kühlschränke sowie Taschenlampen und LED-Lampen unerlässlich, die mit Ersatzbatterien oder wiederaufladbaren Akkus ausgestattet sein sollten.
Darüber hinaus sollten Haushalte gut organisierte Lebensmittelvorräte anlegen, die lang haltbare Produkte wie Konserven und Trockenprodukte beinhalten. Es empfiehlt sich außerdem, Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen zu halten, um die Kälte möglichst lange zu bewahren. Die Nutzung von solaren Alternativen, wie kleine Solar-Panels, kann zudem den Haushaltsstrom während eines Stromausfalls sichern und die Abhängigkeit von externen Energiequellen reduzieren.
Mobilfunkgeräte und batteriebetriebene Radios sind dabei besonders wichtig, um während eines Stromausfalls aktuelle Nachrichten empfangen zu können. Ein Notfallplan für Haushalte und dessen regelmäßige Übung kann immense Vorteile bringen und eine schnelle Reaktion auf akute Probleme sicherstellen. Die Kenntnis über die Ursachen von Stromausfällen, die von Naturereignissen bis hin zu menschlichem Versagen reichen, ist ein weiterer wichtiger Punkt für eine umfassende Notfallvorbereitung.