Das Kunstjahr 2025 in Bonn hat das erste Quartal abgeschlossen. Museen in der Stadt setzen ihre kreativen Akzente mit neuen Ausstellungen, die in der zweiten Aprilwoche ihre Pforten öffnen. Von zeitgenössischer Videokunst bis hin zu historischen Sammlungen wird ein breites Spektrum präsentiert, das sowohl lokale als auch internationale Künstler:innen einbezieht.
Am 10. April 2025 wird das Museum August Macke Haus eine spannende Premiere unter der neuen Leitung von Friederike Voßkamp feiern. Die erste Ausstellung, die rund 80 Arbeiten von Ulrike Theusner zeigt, wird bis zum 17. August dauern und thematisch an die bedeutende Kunstszene anknüpfen.
Highlights der neuen Ausstellungen
Das LVR-Landesmuseum eröffnet am gleichen Tag die Ausstellung „Der Rhein. Leben am Fluss“, die bis zum 30. November 2025 zu sehen sein wird. Sie bietet eine faszinierende archäologische Zeitreise von den Anfängen der Menschheit bis ins Mittelalter. Darüber hinaus wird die aktuelle Bestandsaufnahme „Archäologie im Rheinland“ nur noch bis zum 30. März verfügbar sein, während die sammlungsgestützte Präsentation „Welt im Wandel“ auf das Frühjahr 2027 verschoben wurde.
Das Kunstmuseum Bonn wird am 11. April das 20. Festival der Videonale eröffnen. Diese Jubiläumsausgabe mit dem Titel „VIDEONALE.20“ bietet ein umfangreiches Programm mit 26 ausgewählten internationalen Videowerken, die bis zum 18. Mai an verschiedenen Standorten in Bonn präsentiert werden. Die Eröffnung ist für den 10. April 2025 um 19:00 Uhr angesetzt. Ein Rahmenprogramm inkludiert Vorträge, Workshops und Screenings, die kreative Dialoge zwischen historischen und neu produzierten Werken der Videokunst anregen.
Besonders abwechslungsreich ist das Festival, das unter anderem in Parks, historischen Gebäuden und privaten Wohnzimmern stattfinden wird. Kunstkurse von Schulen in Bonn haben eigene Werke als Resonanz auf die Videonale geschaffen, die im Foyer des Kunstmuseums kostenfrei zu sehen sind. Der Eintritt zur Jungen Videonale ist frei.
Weitere interessante Ausstellungen
In der Bundeskunsthalle wird die biografische Schau über Susan Sontag „Sehen und gesehen werden“ bis zum 28. September 2025 zu sehen sein, während die kulturhistorische Ausstellung „Para-Moderne. Lebensformen seit 1900“ bis zum 10. August läuft. Auch das Frauenmuseum wird am 6. April mit der Ausstellung „EINGEMACHT statt eingemacht“ von Petra Genster beginnen, die sich der Diskriminierung von Frauen und der zweiten Welle der Frauenbewegung widmet.
Zusätzliche Werke sind im Arithmeum mit „Konstruktive Emotionen“ bis zum 31. Mai zu sehen, sowie im Bonner Kunstverein mit „Philosopher of her own Ruin“ bis zum 27. Juli. Auch die Gesellschaft für Kunst und Gestaltung hat mit „BildKlang KlangBild“ ein besonderes Ausstellungserlebnis, das am 30. März endet, und plant eine neue Ausstellung „Der ganze Raum“ ab dem 13. April.
Abgerundet wird das Kunstangebot durch viele weitere Präsentationen, etwa von Günther Uecker oder die Medienkritische Schau von Nicholas Warburg, die ab Anfang April stattfinden. So erwartet Kunstliebhaber in Bonn ein spannendes und abwechslungsreiches Frühjahr voller kreativer Impulse.