Am 2. April 2025 kam es in der Nacht zum Mittwoch im Stadtteil Refrath zu einem Einbruch in ein Handwerkerfahrzeug. Laut Angaben von news.de wurde das Fahrzeug kurz nach Mitternacht von einem Zeugen, der um 01:49 Uhr auf das beschädigte Fahrzeug aufmerksam wurde, entdeckt. Bei der Untersuchung stellte die Polizei fest, dass die Beifahrerscheibe eingeschlagen und die Schiebetür aufgebrochen worden war, obwohl ein zusätzliches Schloss vorhanden war. Der Besitzer des Fahrzeugs, der letzten Kontrollrunde um 22:00 Uhr gemacht hatte, wurde umgehend über den Vorfall informiert.
Der Fahrzeugbesitzer vermutet, dass die Täter gestört wurden, da ein Teil seines wertvollen Werkzeugs im Fahrzeug verblieb. Insgesamt wurden mehrere hochwertige Werkzeuge im Wert von über 1.000 Euro entwendet, darunter ein wertvoller Winkelschleifer. Der Sachschaden am Fahrzeug beläuft sich auf etwa 1.500 Euro. Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und ruft mögliche Zeugen auf, sich zu melden, falls sie zwischen 22:00 Uhr und 01:49 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Tatorts festgestellt haben. Interessierte können sich an das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg unter der Telefonnummer 02202 205-0 wenden.
Wachsende Problematik der Fahrzeugaufbrüche
In dieser Woche wurden im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis fast täglich Strafanzeigen wegen besonders schweren Diebstahls veröffentlicht. Laut RP Online gab es bereits in der Nacht zu Montag einen ähnlichen Vorfall in Leichlingen, wo Werkzeuge aus einem Handwerkerfahrzeug entwendet wurden. Am Mittwochmorgen wurden darüber hinaus zwei weitere Aufbrüche aus Burscheid und Wermelskirchen gemeldet. Der Trend zeigt deutlich, dass in den letzten Monaten derartige Einbrüche in Handwerkerfahrzeuge, insbesondere im Süden des Kreises, stark zugenommen haben.
Die Direktion Kriminalität der Kreispolizeibehörde Rhein-Berg stellt fest, dass diese Einbrüche ein wiederkehrendes Problem darstellen. Obwohl die allgemeine Zahl der Diebstähle aus Kraftfahrzeugen im Jahr 2024 um etwa 7,5 Prozent gesunken ist, gibt es im südlichen Bereich des Kreises einen Anstieg in der Zahl der Einbrüche in Handwerkerfahrzeuge. Eine genaue Erfassung dieser Vorfälle in der Kriminalstatistik ist jedoch schwierig, da sie nicht separat erfasst werden.
Einblicke in die bundesweite Situation
Die Situation ist nicht nur lokal, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands besorgniserregend. Wie WDR berichtet, nehmen Diebstähle aus Handwerkerfahrzeugen in Nordrhein-Westfalen allgemein zu. Im ersten Halbjahr 2023 wurden in Bonn 92 Fälle erfasst, verglichen mit 54 im Vorjahreszeitraum. Dieses Phänomen ist auch in Städten wie Köln und Leverkusen zu beobachten, wo bereits im jahr 2023 über 750 Aufbrüche oder Aufbruchversuche verzeichnet wurden. Die Täter zielen dabei oft auf hochwertige Maschinen und Werkzeuge ab, deren Wert in die Tausende Euro gehen kann.
Die Polizei führt die Taten häufig auf organisierte Gruppen zurück. In vielen Fällen bleibt es jedoch lediglich beim Versuch, die Fahrzeuge aufzubrechen. Eine signifikante Erhöhung der Aufklärungsquote ist zu verzeichnen, jedoch bleibt die Bedrohung für Handwerksbetriebe und ihre Ausrüstung erheblich.