Am Samstag, dem 22. März, wurde im Rhein in Bonn eine tragische Entdeckung gemacht. Passanten fanden den leblosen Körper eines Mannes am linksrheinischen Rheinufer in Höhe der Mondorfer Fähre in Bonn-Graurheindorf. Umgehend wurden Polizei und Rettungskräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) alarmiert, die den Körper bargen. Ein herbeigerufener Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Zunächst waren sowohl die Identität als auch die Todesursache unklar.
Die Ermittlungen führten dazu, dass am Montag, dem 24. März, der Leichnam als identifiziert wurde. Es handelte sich um einen 18-jährigen Mann aus dem Kreis Neuwied. Die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. Erste Ermittlungen haben ergeben, dass keine Hinweise auf Fremdverschulden vorliegen; die Beamten gehen von einem suizidalen Geschehen aus. Bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu ähnlichen Vorfällen mit Wasserleichen im Rhein.
Vergangenheit ähnlicher Vorfälle
Ein weiteres Beispiel für die besorgniserregende Situation sind die Erkenntnisse der DLRG, die in ihrem Bericht über tödliche Unglücke in Gewässern in Deutschland informieren. Im Jahr 2023 kam es zu 411 tödlichen Unfällen, was einen Anstieg von 31 Todesfällen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Zahl stellt die dritte Erhöhung der ertrunkenen Opfer in Folge dar und markiert erstmals seit 2019 wieder mehr als 400 Betroffene.
Maßnahmen zur Sensibilisierung
DLRG-Präsidentin Ute Vogt äußerte die Hoffnung, die Gesellschaft für die bevorstehenden warmen Monate zu sensibilisieren. Sie plant, insbesondere Eltern kleiner Kinder auf die besonderen Gefahren aufmerksam zu machen, die in Gewässern lauern. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass solche tragischen Vorfälle nicht zur Norm werden.